NEXT STEP

LEITUNG PROF. PELIN CELIK und Prof. Alexander Müller-Rakow

PROJEKTBESCHREIBUNG:

Projektpartner:

Studiengang Industrial Design und Kommunikationsdesign der HTW Berlin

Szenario:

Wenn Körperhaltung oder Gliedmaße stabilisiert, geführt oder korrigiert werden müssen, kommen Orthesen als medizinische Hilfsmittel zum Einsatz. Fehlen Gliedmaße oder Organteile können Prothesen, das heißt künstlich produzierte Körperersatzstücke, diese ersetzen. Die Anwendung von Orthesen und Prothesen ist in einen komplexen diagnostischen, analytischen, produktiven und adaptiven Prozess eingebettet und bringt für Betroffene schwierige Umstände Einschränkungen mit sich durch technologische Weiterentwicklungen aber auch ungeahnte Möglichkeiten.

In diesem Hauptprojekt widmen wir uns der Gestaltung neuer Produkte, Prozesse und Services im Bereich der Orthetik und Prothetik. Dabei werden wir das gesamte Spektrum der Anpassung, der Produktion sowie der Kundenbetreuung in Augenschein nehmen.
In Zusammenarbeit mit Nutzer*innen bearbeiten wir Fragestellungen zu digitalen Vermessungs- und Produktionsprozessen, digitalen Services und Interfaces rund um den Gebrauch, der Datenanalyse über Trainings und Trageverhalten, Materialstudien und spekulative Ausblicke erweiterter Körper. Konzepte münden in Entwürfe zu Prozessoptimierungen und zu vernetzten Technologien am Körper; aber ebenso zu der Frage, welchen Beitrag Design für eine stärkere Empathie gegenüber Nutzer*innen und gesellschaftlicher Akzeptanz von Orthesen und Prothesen leisten kann.

Aufgabe:

· Analyse von Nutzeranforderungen durch s og. Designpaten
· Analyse von Trends
· gesamtheitliche User Experience Analyse und Entwicklung von Nutzerszenarien auf Basis des Themenfeldes
· Entwicklung und Gestaltung von interaktiven Objekten
· Prototypen zur Simulation

 

SPINE

Jonas päschel, Tim schreiber, tung tran, rené loof

Skoliose bleibt bei mehr als 80 Prozent der Patienten unbehandelt, weil die Therapie langwierig und teuer ist .

Spine ist der neue digitale Ansatz der Behandlung!  

Das Konzept von Spine ist ein Ganzheitlich gedachtes vernetztes System, welches den Patienten über der gesamten behandlungszeitraum begleitet. App und Weste bieten dabei eine Einheit. Die Weste dient dabei als Smartdevice, welches am Körper getragen wird und in der von uns gesteltetten App übernimmt der Nutzer die Kontrolle über seinen Behandlungserfolg. Die Spine-Weste ist der neuste Trend zur Behandlung von Skoliose. 

Sie wurde für Nutzer*innen konzipiert, die an einer Idiopathischen Skoliose leiden, bei denen diese jedoch nur schwach ausgeprägt ist oder die sich bereits in der vierten Phase der Behandlung befinden. Die Weste besteht aus zwei zusammengehörigen Komponenten, zum einen die textile Weste, die einen guten sitz am Körper und einen hohen Tragekomfort ermöglicht, sowie zwei integrierte abnehmbaren Sensor Cases. Durch diese Sensor-Cases ist es möglich, das Produkt mit dem Smartphone zu verbinden, Daten über die Wirbelsäulenposition und die Körperhaltung zu ermitteln und die integrierte EMS/ TENS Technologie anzusteuern.

Es Lassen sich empirische Daten ermitteln und der Nutzer wird automatisch auf eine nicht optimale Haltung hingewiesen. Durch die regelmäßige Erinnerung kommt es zu einem schnelleren Fortschritt, wodurch die Motivation gesteigert wird. Die Nutzer*in hat seine Daten ständig im Blick und ist dauerhaft motiviert. 

Zusätzlich bieten EMS und TENS über das Smartphone oder die Weste gesteuert die Möglichkeit des digitalen Trainings der Tiefenmuskulatur. In der App wird darüber hinaus an das vom Physiotherapeuten empfohlene Training erinnert und der Fortschritt automatisch gespeichert.

Durch das besondere Verschlusssystem wird das an- und ausziehen für die Nutzer*innen noch Komfortabler gestaltet und die Weste  erhält einen modernen Touch. Das Tragen ist angenehm. Sie lässt sich problemlos unter der Kleidung tragen und fällt nahezu nicht auf.

Sobald die Nutzer*in die App auf seinem Smartphone öffnet, bekommt er einen direkten Überblick über die wichtigsten Funktionen. Der Homescreen bietet einen Überblick über den absolvierten Trainingsfortschritt, über die aktuelle Haltungsposition, sowie über abgeschlossene Trainings und anstehende Workouts. Der Batteriestatus der App die Qualität der Verbindung und die Bewegungsmodi sind auf einen Blick sichtbar.   

Im  Newsfeed findet die Nutzer*in wichtige neue Einträge, motivierende Trainingsbotschaften und alle Informationen zu Tragezeit und Wochenerfolgen. Durch Pushnachrichten im Sperrzustand und in der App wird in einer lockeren Art Motivation und Anleitung gegeben sich persönlich weiter zu entwickeln und seine Trainingsziele zu erreichen. Die Daten sollen im Hintergrund  mittels KI-Auswertung analysiert und verarbeitet werden. Für den Therapeuten, den Orthopäden und den Arzt besteht jederzeit die Möglichkeit die Trainingserfolge einzusehen und den Fortschritt durch gezieltes eingreifen positiv zu beeinflussen.

Lillebo

Finn Fredewess, Henrike Thiel, Ogan Taltici, Gabriel Schroer

Das Spielzeug

Das Spielzeug besteht aus zwei Grundkörpern, 24 Modulen und verschiedenen Mündern und Augen. In jedem Modul sind Magneten verbaut und in den Grundkörper bis zu 15 Magnete, somit lassen sich die Teile alle miteinander verbinden und es entsteht eine hohe Freiheit im Kreieren von Wesen. Auch lassen sich die Module durch die Magnetverbindung 360grad drehen, obwohl sie am Grundkörper fixiert sind. Der Standort der Magnete im jeweiligen Teil wird jeweils durch eine weiße Naht erkenntlich gemacht, damit das Kind nicht lange danach suchen muss. Zudem ist in den meisten Teilen Draht verbaut, welcher erlaubt die Teile frei zu verformen. Auch sind bestimmte Module mit Stickereien versehen, welche lediglich zum Anregen der Kreativität führen sollen. Dadurch das die verschiedenen Module möglichst universal gehalten wurden, werden kaum Stigmata bedient oder „Lösungswege“ vorgeschrieben. Sie sind so gestaltet, das lediglich die Fantasie des Kindes bestimmten soll, wie das Wesen auszusehen hat und was es kann. Durch die Magnetverbindungen entsteht zudem eine extrem hohe Variationsmöglichkeit. Auch die farbenfrohe Farbgebung und die verschiedenen Haptiken laden dazu ein das Spielzeug zu erkunden.

Das Buch

Das was mit dem Buch in Kombination mit Elternbrief und Kuscheltier vermittelt werden soll ist, dass eine Andersartigkeit etwas Gutes ist. Dement- sprechend soll die eigene Wertschätzung und Akzeptanz und die der anderen gefördert werden. Außerdem sollen die Kinder dazu aufgefordert werden sich mit seinem Gegenüber auseinanderzusetzen und nicht zu früh über Äußerlichkeiten zu urteilen. Im Buch wird das Kind spielerisch durch die Welt der „Lillebos“ geführt, in der Wertschätzung und Akzep- tanz groß geschrieben wird. Nach einem einleitenden Text werden Lebensräume und Freunde des Reisebe- gleiters „Eri“ in kurzen Geschichten vorgestellt, zu de- nen es Charakterseiten gibt, die auch als Beispielseiten zum erleichternden Einstieg des Kindes dienen. Wie in einem Freundschaftsbuch gibt es auch hier Punkte wie „Mein Lieblingsessen“ und „Mein Lieblingsort“. Es exis- tieren aber auch interessante Punkte wie „Das macht mich einzigartig“ und „Dabei brauche ich noch Hilfe“. Diese Punkte sollen zum Beispiel während des gemein- samen Lesens der Geschichten oder beim Ausfüllen des Buchs aufgegriffen und im Alltag umgesetzt werden. 

Die Relevanz

Lillebo ist kein gewöhnliches Spielzeug. Es versucht durch einen gesamtheitlichen Ansatz mithilfe von Spiel, Kommunikation und Auseinandersetzung schon im früh- kindlichen Alter den Inklusionsgedanken zu fördern. Hierbei wird dies allerdings nicht im öffentlichen Raum oder in pädagogischen Einrichtungen getan, sondern ganz bewusst im Privaten. Durch die Kombination der ver- schieden Bestandteile von Lillebo wird versucht eine Ak- zeptanz für Verschiedenheiten zu schaffen.

Lillebo

Finn Fredewess, Henrike Thiel, Ogan Taltici, Gabriel Schroer

Unser Konzept basiert auf einem wichtigen Faktor, es soll eine Art Kommunikation zwischen Prothesenträger und Prothese entstehen.

Die Prothese soll nicht nur als Ersatzteil angesehen wer- den, sondern als ein Freund, ein Begleiter der dem Träger immer beiseite steht.
Diese Kommunikation entsteht hauptsächlich durch Vibra- tionen und nebensächlich mit Licht.

Generell erfühlt die Prothese viele Funktionen. Sie stellt einerseits einen großen Teil der Mobilität wieder her.
Mit dem Tragen der Prothese reduzieren und vermeiden die Träger Haltungsschäden oder Gleichgewichtsstörun- gen. Ami sorgt für Sicherheit, indem sie einem mit Vibrati- on mitteilt ob man eine falsche Haltung eingenommen hat.

Ein wichtiger Problemfaktor ist auch das Schwitzen. Entsteht viel Schweiß sitzt der Stumpf nicht mehr rich-
tig in der Prothese und der Prothesenträger:in kann nicht mehr nochmal laufen.
AMI bemerkt die Schweißbildung frühzeitig und warnt den Prothesenträger durch Vibration vor.
Auch Lichter an der Prothese bieten eine Kommunikation. Diese Leuchten auf sobald der Prothesenträger die Pro- these anzieht und zeigt an, ob die Prothese richtig sitzt. Leuchtet es Grün auf, sitzt sie richtig. Sollte Sie jedoch Rotaufleuchten, muss der Prothesenträger:in die Prothese er- neut anziehen.

Auf den Wunsch von unserem Deisgnpaten haben wir noch ein Schrittzähler mit eingebaut. Sobald man die Prothese auf die Ladestation stellt, füllt sich die Prothese mit Licht. Je mehr man gelaufen ist, desto mehr füllt sie sich.