Claudius Lotz über das Exchangesemester an der Høgskolen i Oslo og Akershus

gepostet am 17. Jun, 2016

IMG_3003

Ankunft

Nach dem nicht mal zwei Stunden dauernden Flug von Berlin Schönefeld nach Oslo Gardemoen kamen wir drei HTW‘ler (Paulina, Annina und ich) am schönen Flughafen in Norwegen, nicht weit von Oslo City entfernt, an.

Nach kurzer Orientierung nahmen wir den Schnellzug zu dem ca. 15min entfernten Hauptbahnhof, Oslo Sentralstasjon und liefen von dort, unwissend wie anstrengend es wirklich mit Gepäck werden würde, erst einmal querfeldein in Richtung der ersten SiO Studentenunterkunft. Dank der Empfehlung von unserer ehemaligen Norwegischen Austauschstudentin Anja zogen wir es vor, nicht am abseits liegenden Studentenwohnheim in Åråsen, sondern in Citynähe zu wohnen.

Da wir bereits ein paar Tage vor Studienbeginn in unser Austauschland gereist sind, hatten wir genügend Zeit uns bei herrlichem Sonnenwetter die Stadt und alles was so in den ersten Tagen nötig ist auf eigene Faust zu erkunden und zu erledigen.

Hierbei ließ sich schnell feststellen, dass die Innenstadt mit ihren Gebäuden und kleineren urbanen Accessoires und Skulpturen durchaus einen Sinn für Design und Geschmack beherbergt.

Am Montag den 10.08.2015 sollte es dann also losgehen. Die erste Einführungsveranstaltung fand in Oslo am Hauptcampus der HiOA statt. Dort sahen wir eine ganze Menge neuer Gesichter aus den anderen Studiengängen und zum ersten Mal auch unsere internationalen Mitstudierenden und unsere zwei „Fadders“ aus dem 2. Jahrgang (Maggie und Jules), die uns die ersten zwei Einführungswochen an die Hand nehmen würden.

Nach kurzem Anschnuppern ging es in gesprächiger Stimmung in Richtung Kjeller. Dem Ort, Nahe Lillestrøm, wo das Product Design Department (PDD) auf dem zweiten der drei Campi der HiOA angesiedelt ist. In der Eingangshalle des modernen Unigebäudes wurden wir von Vibeke und Steen, zwei uns bereits bekannten Gesichtern des PD-Departments, in Empfang genommen, anschließend nach Bachelor und Master aufgeteilt und zu dem Vorlesungsraum gebracht, in dem wir unsere Kommilitonen des 3. Jahrgangs das erste Mal antrafen.

Unwissend, was uns erwartet, ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde gleich in die Vollen, da am ersten Tag direkt die Projekte für die kommenden Wochen gewählt wurden und sich die entsprechenden Teams zusammenfinden. Insgesamt gab es während des gesamten Semesters zwei Hauptprojekte (Product Design Specialization und Dynamic Project Leadership) welche mit zusätzlichen Abgaben, Vorlesungen und Wahl-Workshops gespickt wurden, wie sich im Laufe des Semesters herausstellte.

Maggi und Jules waren im Laufe der zwei ersten Einführungswochen sowohl tagsüber in der Uni als auch nachmittags und abends für uns da, wenn der Tagesplan alle möglichen Kennenlern-Events für uns Internationals und die neuen Norwegischen Erstsemester vorsah.

Auch wenn die Tage dadurch häufig sehr lang, nicht nüchtern und etwas schlaflos ausfielen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, an den Events die nach der Uni stattfanden teilzunehmen und so schnell Kontakt zu den Norwegern zu schließen

IMG_3008

IMG_3040

IMG_3042

IMG_2988

Zum Campus

Die Uni in Kjeller ist, wie bereits erwähnt, zwar etwas ab vom Schuss aber dafür ein sehr moderner Campus und besonders das PDD hat mir mit seiner Aufteilung und den Arbeitsräumlichkeiten sehr gut gefallen. Im Erdgeschoss befinden sich die Werkstätten.

Voneinander abgetrennt eine Holz-, Metall-, Keramik- und eine offene Werkstatt, welche bestens ausgestattet sind. Das CAD-Lab mit 3D-Drucker und Lasercutter befindet sich neben dem Fotostudio im Keller. Im 1.OG siedeln sich alle drei BA-Jahrgänge an (wie vielleicht schon aufgefallen ist, spricht man dort in Jahrgängen, nicht in Semestern) welche, wenn auch voneinander getrennt, offen und untereinander gut zugänglich sind.

Im 2.OG verstecken sich die Masterstudierenden, mit denen wir relativ wenig zu tun hatten, sowie die freien Computerarbeitsplätze und der allseits beliebte Plotter über den eine Menge für die Projekte gedruckt wurde.

Insgesamt ist die Hochschule an wirklich allen Ecken gut ausgestattet und man hat immer genügend Ansprechpartner, sowohl auf lehrender als auch auf studierender Seite, zur Verfügung. Die allgemeinen Öffnungszeiten waren leider nur bis um 22:00h, dafür tendieren die Norweger aber grundsätzlich dazu früh anzufangen, was hin- und wieder für „Spaß“ gesorgt hat…

Nach einer einwöchigen Einweisung in alle drei Werkstattbereiche, wurde in Form eines ausgefüllten Berichtheftes und ein paar Werkstücken geprüft, ob wir selbstständig in den Werkstätten arbeiten können. Besonders interessant, vor allem für mein erstes Projekt, war die Metallwerkstatt, in der besonders das Schutzgasschweißen häufig Verwendung fand und einfach ganz neue Möglichkeiten des funktionalen Prototypenbaus ermöglicht hat.

IMG_3499

IMG_3734

IMG_3743

IMG_3745

IMG_3749

IMG_4024

Die Semesterprojekte

Mein erstes, dreimonatiges Semesterprojekt befasste sich mit dem Thema Walking Aid – der Verbesserung oder Entwicklung eines Laufhilfsmittels für körperlich eingeschränkte Personen.

Als weitere Wahlmöglichkeiten standen das Design eines funktionellen Couchtischs, der sich in Höhe und Breite variieren lässt, sowie die Weiterentwicklung von bereits angefangen Projekten aus dem vorherigen Semester, wie z.B. einer Babykrippe zur Auswahl.

Die Teams bildeten jeweils einen eigenen Workspace, indem Tische und Pinnwände zusammen gerückt und die ersten Timelines und Research-Fragen ausgedruckt und an die Wände gehängt wurden.

Beneidenswerter Weise konnten die Arbeitsplätze am Ende eines Tages so im Prozess zurück gelassen werden, wie sie waren, da keine PD-fremden Personen in die Etagen kamen und insgesamt ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen und Ehrlichkeit innerhalb des PD-Departments herrschte – sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.

Im Laufe dieser drei Monate dienten die Teilnahme an Vorlesungen und die Zwischenabgaben von Skizzen, schriftlichen Projektzielsetzungen, Moodboards, 3D-Abgaben, kleinen Vormodellen und weiteren Einreichungen als Milestones und als Bewertungsgrundlage für die Endnote.

Im zweiten Projekt ging es im Kern darum, mit drei weiteren Kommilitonen des 3. Jahrgangs die Führung eines kleinen Designteams zu übernehmen, welches aus Studenten des 1. und des 2. Jahrgangs besteht und für die gemeinsame Realisierung eines Designauftrags zu sorgen.

In einem einwöchigen Einführungskurs bekamen wir von einem externen Lehrenden praxisnahe Tipps und eine Einweisung zu den bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Wochen.

Als Kooperationspartner war unser Team in Kontakt mit einer Firma getreten, die ein neues Design für eine Mülltonnen-Verkleidung suchten, welche von Menschen mit Behinderung, bzw. wieder in die Arbeitswelt einzugliedernden Erwachsenen hergestellt werden soll.

Die Schwierigkeit hierbei lag darin ein interessantes Design mit den Produktionsvoraussetzungen der Firma zu vereinen und dass am Ende der kurzen, vierwöchigen Phase ein produktionsfähiges Design präsentiert werden konnte.

Dieses Projekt war durchaus sehr stressig, da es eine komplett neue Aufgabe ist, sich neben dem Design (was für einen selbst häufig zu kurz kommt) vor allem auf die organisatorischen Projektmanagementaspekte zu konzentrieren. Neben einer abschließenden Präsentation beim Kunden, mussten wir Teamleader eine Präsentation zu unserem Projektmanagement halten und eine schriftliche sowie fotografische Dokumentation dazu hochladen.

IMG_3684

IMG_3287

IMG_3101

IMG_3091

15

IMG_4047

Freizeitgestaltung

Neben dem zeitintensiven Studium, haben wir dennoch die eine oder andere Möglichkeit wahrgenommen das Land und die wunderschöne Landschaft von Norwegen zu erkunden. Angefangen mit einem Wochenendtrip zu der Hütte eines Norwegischen Kommilitonen, wo wir neben Musik am Lagerfeuer in einem Tipi auf Tierfellen schliefen, über eine wunderbare Wanderung zum Touristen-Must-See der „Troll Tunga“ bis hin zu einer tollen Abschlussreise zu der Inselkette den Lofoten.

Es gab noch wesentlich mehr Möglichkeiten, weitere Teile des Landes zu sehen und noch mehr Freizeitaktivitäten zu unternehmen aber im Großen und Ganzen ist es für mich ein guter Kompromiss aus einem vernünftigen Studium und einem tollen Urlaub geworden.

So wie bei jeder tollen Klassenfahrt, war es auch bei diesem Auslandssemester der Fall, dass man sich zum Ende einer solchen Zeit immer am besten mit allen versteht. Der Unterschied liegt darin, dass man viele der gerade begonnen Freundschaften erst mal nicht wiedersieht, da jeder in sein Heimatland zurück fliegt. Aber nun hat man noch mehr Gründe die Welt zu bereisen.

 

Einblicke durch die Brillen ic! berlins

gepostet am 13. Mai, 2016

Kim und Jann

Stecken, Klipsen, Drehen – mit diesen Handgriffen kann man eine Gruppe Industriedesign-Studenten  einen ganzen Vormittag lang beschäftigen. Hätten Sie nicht gedacht? ic! berlin kann es.

Die Designer-Brillen der Firma zeichnen sich durch ein besonderes Feature aus: Sie funktionieren – anders als herkömmlich Brillen – ohne Schraubverbindung und basieren stattdessen auf einem einfachen Steckprinzip. Was als Studienaufgabe begann, ein Verbindungsgelenk ohne Schrauben zu entwickeln ist heute die international bekannte Firma ic! berlin.

Begrüßt wird unsere Gruppe von Kommilitonen der HTW vom Studiengang Game Design, der uns durch die Büro- und Manufaktur-Räume ic! berlins führte. Box Sack und Schaukel gehören genauso zur Einrichtung wie eine gemütlich , einladende Sitzecke und eine großzügige Kücheninsel. Wer hier arbeitet, wird in jeder Emotionslage ernst genommen.

Zu Beginn der Führung begeben wir uns zunächst auf die Dachtrasse der Firma, die einen beeindruckenden Blick auf den Fernsehturm und über die Dächer Berlins bietet. Durch die Manufaktur- und Büro-Räume ic! berlins geführt erhalten wir anschauliche und umfassende Einblicke in den Herstellungsprozess der Designbrillen, sowie wissenswerte Fakten zur Entstehungsgeschichte der Firma.

Das Lasern, Biegen und Schleifen des Federstahls wird maschinell ausgeführt – der Rest, wie das Einsetzen der Gläser oder Dekor-Applikationen, sind Handarbeit, bei der sich die Arbeiter/innen bereitwillig von uns über die Schulter schauen lassen und uns unsere Fragen äußerst freundlich und hilfsbereit beantworten.

Die Führung endet schließlich an der „Wall-of-Frame“, an der von der ersten noch handgefertigten Brille bis zur aktuellen Kollektion alle Brillengestelle chronologisch aufgereiht sind. In diesem Überblick manifestiert sich die Entwicklung der Firma noch einmal sehr deutlich. Die Brillengestelle tragen Namen wie „Peter oder „Merle“, Berliner Nachtclubs wie das „Ritter Butzke“ oder Berliner S- und U-Bahnstationen – eine liebevolle Affinität und Identifikation mit Berlin.

Zum Schluss bleibt auch noch Zeit, sich durch die Brillengestelle durchzuprobieren, um mit seinem Lieblingsgestell am hauseigenen Fotoautomaten ein Erinnerungsfotos zu machen.

Verblüffend war die Aufgeschlossenheit und Transparenz mit der wir in die Produktionsschritte der Firma eingeweiht wurden. Diese Eigenschaften drücken sich ebenso im Firmen-Konzept ic! berlins aus. So findet beispielsweise jeder Kunde auf der Innenseite seines Brillenbügels die Handynummer des Firmen-Chefs Ralph Anderl, um Feedback, Fragen und Kritik einzureichen.

Es bedanken sich ganz herzlich für diese sehenswerten Einblick durch die Brillen ic! berlins das 1. Semester Industrial Design der HTW Berlin.

Hinweisen möchte ich zu Ende des Berichts noch auf die „Drink- and Draw“-Events unserer Game Design-Kommilitonen bei ic berlin. Akt- und Porträt-Zeichenkursen mit feiern und tanzen. Einmal im Monat findet eine „Drink- and Draw“- Motto-Party statt, bei der im Motto-Dress Code für einander Model gestanden und zeichnen wird.

Ein großartiges Kunst-Event, dass die Möglichkeit bietet, sich über Kunst auszutauschen, sich zu verkleiden und zusammen Zeichnen zu lernen.

Kim Kakoschke über die Exkusion im Fach Konstruktion und Fertigung bei Prof. Sebastian Feucht

 

Time leap India

gepostet am 8. Dez, 2015
_MG_2253

Der Designer und Laboringenieur Jörg Stoplmann im Bereich Fotografie besucht unsere Partnerhochschule das National Institut of Design:

In gedämpften Licht senkt sich leise der Schnee, Deutschland sinkt in gedeckten Farben in den Nachmittag, die Töne werden dumpfer, kein Laut stört diese Ruhe.

fünfeinhalb Stunden und 5926,09 km südlich knallt die Sonne ihre letzten Stahlen auf eine Stadt mit 5,6 Millionen Menschen, 30 Grad im Schatten lassen den Staub in der Luft zirkulieren und sich als grauen Guss über alles legen was sich jener Bewegung verweigert, diese Stadt findet keine Ruhe, sie erfindet sich in jeder Minute neu, bei einer Lautstärke die an ein Rennen am Nürburgring erinnert. Ahmedabad die 5 größte Stadt Indiens kennt keinen Schlaf, sie erneuert sich langsamer als sie sich verbraucht. Mitten im Getöse eines nie endenden Verkehrs, in einer Dunstglocke, die an die frühe Zeit der Industrialisierung in Deutschland erinnert, steht eine Festung, eine Enklave, eine Insel aus Grün. Aufbegehrend, aufmüpfig, ein Gegenbild. Hier wohnt der Geist eines Urvaters des modernen Designs Indiens, Charles Eames.

Steinwege schlängeln sich durch die Gärten. Die Wärme der aufgeheizten Gebäude strahlen in die hallenden Freiflächen, Hunde wärmen ihre Körper am Stein, Geckos suchen in den Häusern einen warmen Unterschlupf, nun sind die mehr als 30 m hohen Bäume das Quartier der Vögel und Streifenhörnchen. Da oben ist alles wie Elektrifiziert, die Vögel zetern um den besten Platz zum Abtauchen in die quirligen Straßen ringsum. Reges Treiben rund um die Mensa, auf dem Campus, das Leben hier läuft zur Hochform auf. Die Sonne wirft lange Schatten in die Gärten, Pfaue stolzieren wie Könige über das Grün des Bolzplatzes. Die Studierenden nutzen den kühlenden Abendwind um Projekte zu bereden. In 3 Tagen ist Präsentation und die Werkstätten sind hell erleuchtet und erfüllt vom Sound der Maschinen aus allen Epochen der Verarbeitungstechnik. Lachen, Stimmen, dieser spezielle Klang rotierender Maschinen dringt nun in die Dunkelheit der Nacht. Die Luft auf dem Campus des NID (National Institut of Design) in Ahmedabad ist erfüllt von Licht und Leben. Dieses Licht zieht uns in das Innere des Werkstattkomplexes, kleine Gruppen von Studierenden arbeiten an Tischen und Maschinen, sammeln sich um sich wieder zu zerstreuen. Die Zwischenergebnisse langer inhaltlicher und handwerklicher Arbeit werden beraten und weitere Schritte diskutiert. Metall, Holz, Keramik, Kunststoff, Bamus, Ton, Textilien und Ideen werden bewegt. Material- und fachübergreifend versuchen die Studierenden den Charakter, die Funktion, die Form von der Idee bis hin zur Materialisierung ihrer Designideen zu formulieren. Überall treffen wir auf offene freundliche Gesichter, die fasziniert von ihrem Metier, ihren Werkstücken, ihren Ideen, von der Entstehung und dem fertigen Produkt erzählen. Es entspinnt sich eine Gespräch dem wir uns kaum entziehen können. Und doch spüren wir die Anspannung im Angesicht der bevorstehenden Präsentation. Mit Ahmedabad betreten wir eine für uns Neue Welt der Gegensätze die so nah bei einander liegen. Hier erzählt man vom Bauhaus, von Le Corbusier, zeigt uns eine Stuhlsammlung der Klassiker der italienischen und deutschen Designgeschichte und draußen leben Menschen im staubigen Sand der Straßen zwischen offenen Feuerstellen , Asche und Abfall. Hunde streunen auf der Suche nach Nahrung durch die spärlich erleuchteten Straßen, gezeichnet vom Überlebenskampf in dieser der Stadt. Und da schließt sich der Kreis vom dem was unsere Berliner Studierenden hier einbringen können und wollen. Es ist nicht nur der Einsatz eines neuen Materials, eine neue Verbindung, ein neue Form, es ist eben auch die Auseinandersetzung mit sozialen und kulturellen Aufgaben dieser Stadt, dieses Indiens.

Ronja , Daniel und Ramiz beschäftigen sich im Schwerpunkt Systemdesign, mit einem Projekt für ein Flut-Frühwarnsystem, tragen alle erdenklichen Informationen und Schlussfolgerungen in einer Mintmap zusammen, um im Falle einer Flutkatastrophe alle notwendigen Maßnahmen koordiniert und gut strukturiert ablaufen zu lassen. Dafür haben sie sich mit lokalen und überregionalen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen (GSDMA, NDRF, NGO’s) beraten. Ira, Nora, Deepesh und Janina beschäftigen sich im Schwerpunkt Systemdesign mit einem Projekt zu „Verbrechen und Bestrafung“ wobei auch hier die Recherche und die Befragung der Menschen vor Ort einen große Rolle spielte. Alle sind beseelt von den Eindrücken, den Menschen, von den Extremen die dieses Land bewegen. Fragen tun sich auf und bleiben ohne Antwort. Der Lauf der Dinge und die inneren Gesetze scheinen uns fremd. Für die primäre Aufgabe des Designs braucht es nicht auf alle Fragen eine Antwort, vielmehr steht in Vordergrund ein offenes System zu strukturieren das pernament nach Antworten deren Lösungen sucht, wie Indien.

Ab ins neue Semester – Kurzzeitprojekte

gepostet am 17. Okt, 2015
Ab ins neue Semester - Kurzzeitprojekte

Kaum waren wir aus den Semesterferien raus – ging es in der Hochschule schon mit viel Arbeit und Schweiß los. Präsentiert wurden letzten Samstag die Kurzzeitprojekte unseres wundervollen Studienganges „Industrial Design“. Diese Kurzzeitprojekte finden nur jedes Wintersemester statt und dabei stellen das dritte, fünfte und auch einige Vetreter des siebten Semesters sämtliches Können in einer Woche unter Beweis.

Die ersten zwei Tage wurden dazu genutzt, um zu recherchieren zu den jeweilig relevanten Themen der Projekte.

Im Projekt „Wearable Electronics“ ging es darum ein tragbaren Helfer am Handgelenk zu gestalten, der so Einiges an Funktionen in petto hatte  – wie zum Beispiel den Puls zu bestimmen.

Ein anderes Projekt: „Palm Leaves“ beschäftigte sich mit den Nutzungsweisen der Areca-Palme in Bezug auf Verpackungen und überraschte in der Präsentation mit tollen Ergebnissen, wie einer T-Shirt-Verpackung oder einer Aufbewahrungsbox für Essen unterwegs. Gearbeitet wurde hier mit dem Unternehmen Leef.

Im „Origami“-Projekt wurde gefaltet bis die Köpfe irgendwann rauchten und sich die Blätter in sämtliche Richtungen wellten. Am Ende wurden Laptoptaschen mit den erlernten Faltungen präsentiert.

Beim „Urban Vogelhaus“ gestalteten die Studenten zusammen mit Volker Schumann neuartige Vögelhäuser, die sich super an Fassaden, Fenstern und deren Bänken integrieren lassen, um gerade in Großstädten den Vögeln das Überleben zu erleichtern. Gleichzeitig bot dieses Projekt auch die Möglichkeit einige neue Gestaltungsmöglichkeiten für Vögelhäuser auszuprobieren.

Die Studenten aus dem Projekt „3D Patterns und Shapes gestalteten modulare Systeme aus dreidimensionalen Formen und Körpern. Dabei wurde viel ausprobiert, Formen auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt und anschließend konnte man diese im Zusammenhang mit neuartigen Regelsystemen und Küchenhelfer, wie ineinander steckbare Schalen, bewundern. Fantastisch!

Die Präsentation des letzten Projekts war eine wahrhaftig nachhaltige Erfahrung – denn es ging darum, zukünftige Prototypen von Produkten zu entwickeln, die dabei helfen, Urban Farming zu unterstützen. Unter den Endprodukten war z.B. eine Mini-aufbereitungsanlage für Humus!

Nun könnt Ihr hier natürlich auch in der Bildergalerie unsere Endresultate bewundern und euch begeistern lassen!

Fotos: Jan Vietze

 

 

OLOID – eine Form mit vielen Features

gepostet am 17. Okt, 2015
OLOID - eine Form mit vielen Features

Der OLOID – ein geometrischer Körper, der es in sich hat. Er hat ein bisschen Ähnlichkeit mit zwei Miesmuscheln, die man in entgegengesetzter Form aufeinander stülpt. Korrekt ausgedrückt ist es eine konvexe Hülle zweier gleich großer, sich senkrecht schneidender Kreise, deren Mittelpunkte einen Abstand zueinander haben, der gleich ihrem Radius ist. Versteht ihr beim ersten Lesen auch erstmal Bahnhof? Dann schaut euch die Resultate hier selbst an!

Rühren, Umwälzen, Belüften

Wasser und Energie: die Schlüsselelemente der Zukunft. Die Inversions-Technik GmbH bietet eine fortschrittliche Technik zur Aufbereitung von Abwasser und Behandlung flüssiger Medien an. Die Maschinen werden als Rührer, Mischer und Oberflächen- Belüfter eingesetzt. Diese Rühr- und Belüftungstechnik basiert auf einer dreidimensionalen und impulsartigen Bewegung und auf einer speziellen Formgebung des Rührkörpers, des OLOIDS. Das Resultat: sparsamster Energieeinsatz und bestmögliche Lösungen in der Verfahrens- und Umwelttechnik.

Aus diesem Körper wurden Produkte entwickelt, die das Wasser so aufbereiten, z.B. in großen Kläranlagen, dass es gleichmäßig fließt und sich dadurch besser reinigen lässt. Kooperiert wurde mit der Firma Rexroth GmbH, die in der Praxisphase einige Modelle für unsere Studenten bereitstellten , an denen sie sich orientieren konnten. Das Projekt wurde von Prof. Birgit Weller und Prof. Jan Vietze betreut.

Fotos: Jan Vietze

 

Unsere ersten Bachelor

gepostet am 13. Jul, 2015
11741096_979816842064850_5733242096792246044_o

Unsere erste Absolventenfeier !
Der erste Jahrgang hat sein Bachelor Studium Industrial Design erfolgreich beendet. Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft!

My year in London

gepostet am 8. Jul, 2015
Brick Lane

Unser Kommilitone Nico Tanfal hat den mutigen Schritt gewagt und sich für ein Jahr nach London aufgemacht. Wir freuen uns über eine so positive und sprudelnde Nachricht von der Themse.

„I have been living in LNDN for eight months. It is so exciting to wake up and realise that I am in LNDN. The metropolis thrives from the different nationalities, cultures, and religions. They are the golden key of this city. For the time I have been here I have found amazing friends. These people make my life much more interesting. I feel inspired and am exploring new ideas. I am constantly in a rush of intense workweeks followed by crazy weekends. The top priority is to enjoy the time to left in October. My daily work is fulfilling, especially with new knowledge such as learning how to work in lean production and how to use CNC machinery. In my practice orientation work I could improve a lot of skills and my way of doing things will only get better. It is not possible to describe LNDN in only a few words. The only realistic way to share my perceptions and experiences with you guys will be in our next semester at HTW.

Meanwhile I plan to make the most of the time I have left here.“

Bild: Nico Tanfal

DMY 2015

gepostet am 15. Jun, 2015
IMG_1300

Zum zweiten Mal stellte unser Studiengang Industrial Design der HTW Berlin auf der diesjährigen DMY aus.Im Kraftwerk Mitte präsentierten wir neben den Ergebnisse des letzten Semesters zudem die Bachelorarbeiten unseres ersten Abschlussjahrgangs.

Bilder: Sabrina moschütz

Bachelor 2015

gepostet am 29. Mrz, 2015
DSC_1048

Voller Stolz präsentieren wir die Arbeiten unseres ersten Bachelor-Jahgangs Industrial Design. Die 26 Absolventen exponierten ihre unterschiedlichen Projekte ab dem 30.März in der Halle der HTW. Zu bewundern gibt es eine spannende Bandbreite von Teeservicen und Wasserkochern über Fußbekleidung und Trainingsgeräte bis hin zu neuartigen Rucksäcken und Möbeldesign.

Bilder: Thanh Tam Huynh

Rund ums Rad – Endpräsentation des Kurses CYCLEMANIA

gepostet am 11. Mrz, 2015

Ziel der Projektarbeit war die Entwicklung von neuen Designkonzepten für Komponenten, Bauteile, Add ons, Zubehör oder auch komplette Fahrräder.

Der Fokus liegt auf der persönlichen Individualisierbarkeit, Konfigurierbarkeit, und der Anwendung von modernen oder neuartigen Fertigungstechnologien für Kleinserien.

Entstanden sind viele neue Ideen, von denen einige sogar als funktionsfähige Prototypen präsentiert wurden.

Da wieder einige schutzwürdige Innovationen entwickelt wurden, können wir leider nicht alles zeigen.

Glückwunsch an alle Studierenden des Projektes für die tollen Ergebnisse!

Bilder: Prof. Jan Vietze

CYCLEMANIA
Semesterprojekt Industrial Design
3./5. Semester
WS 2014/15
Betreuung: Prof. Jan Vietze