Das war die Werkschau 2017

gepostet am 1. Aug, 2017

Kaum ist sie da, ist sie auch schon wieder vorbei. Das war die Werkschau 2017. Vielen Dank an alle die vorbeigekommen sind und natürlich auch an die vielen fleißigen Helfer. Es waren wieder viele tolle Projekte zu sehen und wir sind gespannt aufs nächste Jahr.

Hier ein paar Eindrücke. Schaut auch mal bei uns auf Instagram vorbei: https://www.instagram.com/industrialdesign_htw/

 

 

Photos: Paul Rich, Mathis Liste

 

paul12 (1 of 1) paul8 (1 of 1) werkschau_7 (1 of 1) paul18 (1 of 1) paul13 (1 of 1) paul3 (1 of 1) paul9 (1 of 1) paul17 (1 of 1) paul19 (1 of 1) paul20 (1 of 1) paul2 (1 of 1) paul7 (1 of 1) paul14 (1 of 1) paul15 (1 of 1) paul6 (1 of 1) paul1 (1 of 1) paul10 (1 of 1) paul11 (1 of 1) werkschau_6 (1 of 1) werkschau_3 (1 of 1) paul4 (1 of 1) werkschau_4 (1 of 1) paul5 (1 of 1) paul21 (1 of 1) paul22 (1 of 1)

 

 

 

Praktikums Präsentationen

gepostet am 28. Jul, 2017

Auch dieses Jahr präsentieren unsere Studenten wieder Ihre Erfahrungen aus dem Praxissemester. Schaut vorbei und lasst euch inspirieren. Heute und Morgen, direkt im Kopfbau, links neben dem Haupteingang. Wir freuen uns auf euch!

 

Photo: Paul Rich

Die Vorbereitungen laufen

gepostet am 26. Jul, 2017

Nicht vergessen! Dieses Wochenende, am 28. und 29.07,  ist die Werkschau des Fachbereiches 5 der HTW Berlin. Das ganze findet wie immer auf dem Campus Wilhelminenhof, in Schöneweide statt. Ab 13 Uhr gehts los. Wir freuen uns auf euch!

 

 

Photo: Steven Kulicke

Werkschau 2017

gepostet am 31. Mai, 2017

SAVE THE DATE!

Die Werkschau steht wieder vor der Tür. Auch dieses Jahr ist der Studiengang Industrial Design wieder stark vertreten. Schaut vorbei, lasst euch inspirieren und vielleicht stellt Ihr nächstes Jahr eure Projekte aus. Wir freuen uns auf euch!

Folge uns auch auf Instagram

gepostet am 30. Mai, 2017

Industrial Design ist nun auch auf Instagram. Um immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, einfach auf den link klicken und den HTW ID’lern auf Instagram folgen.

https://www.instagram.com/industrialdesign_htw/

Markus Erlando über sein Auslandssemester an der QUT in Brisbane

gepostet am 30. Mai, 2017

Industrial Design an der Queensland University of Technologie in Brisbane, Australia.
Seit meiner Kindheit war es immer ein Traum von mir eines Tages nach Australien zu reisen. Darum war ich sehr dankbar das es mir ermöglicht wurde mein Wintersemester 2016/2017 in Brisbane an der QUT zu absolvieren.

Die Bewerbung: Da es sich um keinen Partnerstudiengang meines Fachbereichs handelt, wurde die anfängliche Freude zunächst durch einen kleinen Papierkrieg mit den beiden Hochschulen sowie dem Bafög amt bezüglich einer Unterstützung bei z.B. den Studiengebühren getrübt. Das International Office der HTW war hier stets zur Stelle und eine sehr große Unterstützung!

Ankunft: Die QUT selbst trumpfte von Anfang an mit Ihrer Erfahrung mit internationalen Studenten sowie Austausch Studenten. Die Ankunft in Brisbane, Wohnungssuche, Beschaffung von Dokumenten und sonstige organisatorische Details waren durch die einfache Tatsache „vor Ort“ zu sein unglaublich vereinfacht.

Der Campus und das Campus Leben: Die QUT liegt im Herzen der 2mio Stadt Brisbane welche die dritt größte Stadt Australiens ist. Auf einer Landzunge, umrandet von dem Brisbane River geht der „Stadt-Campus“ nahtlos in den Botanischen Garten über. Insgesamt besteht gehören zur QUT 3 Standorte. In der Orientierungswoche wurden mehrere Organisationen, Vereine oder freiwillige Clubs vorgestellt welche verschiedene Interessen vertretenen. Von Naturwissenschaftlichen Forschungsgruppen über Sportvereine bis hin zum Pubcruwl Club bietet die QUT ihren Studierenden eine Bandbreite auch neben dem Studium schnell viele Kontakte zu knüpfen und Australien und ihre Menschen kennen zu lernen.

Das Studium: Das Studium ist durchdacht und die Universität lässt mit Ihrer Ausstattung keine wünsche offen. Dennoch fiel der Einstieg zunächst schwer da es doch sehr unterschiedlich gehandhabt wird als in Europe. Klassen bestanden teilweise aus 50 Studenten (teilweise auch ziemlich Jung mit gerade einmal 18 Jahren), einem Professor und seinen 4 Dozenten. Das selbstständige und kreative Arbeiten wurde für die älteren Semester aufgehoben, da ich im Austauschprogramm aber nur Kurse des unteren Semesters belegen durften war es schwierig an einigen Kursen Interesse zu entwickeln.

Fazit: Die QUT selbst ist eine moderne Universität welche Ihren Studenten viele Möglichkeiten bietet. Meiner Meinung nach weicht das Industrial Design Studium aber grundlegend von dem der HTW Berlin ab, was dazu führte das ich außerhalb der QUT unglaublich viel gesehen, gelernt und erlebt habe.

18042999_1670622336296160_647497930_o  18015628_1670622366296157_662517612_o

18015985_1670622399629487_806767556_o  17976118_1670622369629490_2076469066_o

Max Laß über sein Auslandssemester an der QUT in Brisbane

gepostet am 30. Mai, 2017

Markus und ich, Max, beide Studenten des Bereichs Industrial Design, machten unser Auslandssemester an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien.

Der Campus der Universität liegt im Herzen der Stadt – ganz anders als in Berlin laufen dort Tiere rum, die man bei uns wahrscheinlich nur im Zoo sieht.
Die Vorlesungen an der QUT sind je nach Kurs ähnlich bis hin zu sehr unterscheidlich zu Kursen an der HTW. Unser Hauptprojekt, in dem wir ein neues, innovatives System für öffentliche Verkehrsmittel in Brisbane und Umgebung  in Kooperation mit Bombardier entwerfen sollten, bestand aus einer endlsoen Recherche, die uns wochenlang an unsere Laptops fesselte. Es wurde alles streng nach einem geplanten Stundenplan abgearbeitet. Am Ende des Semesters hatten wir ungefähr eine Woche Zeit, aus den Ergebnissen unserer Recherche ein Produkt zu entwickeln, dass an der HTW in Sachen Ausarbeitung maximal für eine Zwischenpräsentatio

n gereicht hätte – den Austaliern hat‘s trotzdem gut gefallen! Darüber hinaus besuchten wir noch einen Kurs, in dem wir analoge und digitale Visualisierung vertieften, dieser hat wirklich viel Spaß gemacht. Die Lehrenden dieses Kurses wussten wirklich, wovon sie reden und konnten ihren Studenten in kurzen Zeit eine Menge beibringen. Der dritte Kurs, an dem wir teilnahmen, zielte auf die Gestaltung von Produkten in bestimmten Szenarien ab. Hier

war es eine Aufgabe, eine Toilette aus Pappe anzufertigen, die ohne Verwendung von Hilfsmitteln wie beispielsweise Klebe ein Gewicht von 100 Kilogramm hält. Das Szenario war hierbei frei wählbar, sodass ich eine faltbare Toilette gestaltete, die man beim Campen schnell aufstellen und nach Gebrauch gut verstauen kann.
Grob kann man sagen, dass der Arbeitsaufwand sich über das ganze Semester in Grenzen hielt, wenn man nicht all zu oft am Strand das gute Wetter genießt und sich auch mal wirklich hinsetzt und arbeitet, wird man seine Kurse schon erfolgreich abschließen. Es bleibt sogar Zeit zum Arbeiten, wer sich also nebenbei noch etwas dazu verdienen möchte, kann das machen – es ist sogar ziemlich einfach, dort einen Job zu finden!
Neben der Uni hatten wir, abgesehen vom Ende des Semesters, eine Menge Freizeit, sodass wir viel Zeit hatten, uns unterschiedliche Orte Australiens anzusehen, teilweise konnten wir sogar vor der Uni zum Strand fahren und den ganzen Vormittag surfen – wie cool ist das denn?!
Aufgrund der Tatsache, dass Markus und ich in einem großen Haus mit 26 Studenten aus elf unterscheidlichen Ländern zusammenlebten, nehmen wir beide Freunde aus aller Welt, sehr gute Englisch-Kenntnisse und einzigartige Partys mit!

Australien_5  Australien_1

Australien_4  Australien_6

Australien_3  Australien_2

Claudius Lotz über das Exchangesemester an der Høgskolen i Oslo og Akershus

gepostet am 17. Jun, 2016

 

IMG_3040

Ankunft

Nach dem nicht mal zwei Stunden dauernden Flug von Berlin Schönefeld nach Oslo Gardemoen kamen wir drei HTW‘ler (Paulina, Annina und ich) am schönen Flughafen in Norwegen, nicht weit von Oslo City entfernt, an.

Nach kurzer Orientierung nahmen wir den Schnellzug zu dem ca. 15min entfernten Hauptbahnhof, Oslo Sentralstasjon und liefen von dort, unwissend wie anstrengend es wirklich mit Gepäck werden würde, erst einmal querfeldein in Richtung der ersten SiO Studentenunterkunft. Dank der Empfehlung von unserer ehemaligen Norwegischen Austauschstudentin Anja zogen wir es vor, nicht am abseits liegenden Studentenwohnheim in Åråsen, sondern in Citynähe zu wohnen.

Da wir bereits ein paar Tage vor Studienbeginn in unser Austauschland gereist sind, hatten wir genügend Zeit uns bei herrlichem Sonnenwetter die Stadt und alles was so in den ersten Tagen nötig ist auf eigene Faust zu erkunden und zu erledigen.

Hierbei ließ sich schnell feststellen, dass die Innenstadt mit ihren Gebäuden und kleineren urbanen Accessoires und Skulpturen durchaus einen Sinn für Design und Geschmack beherbergt.

Am Montag den 10.08.2015 sollte es dann also losgehen. Die erste Einführungsveranstaltung fand in Oslo am Hauptcampus der HiOA statt. Dort sahen wir eine ganze Menge neuer Gesichter aus den anderen Studiengängen und zum ersten Mal auch unsere internationalen Mitstudierenden und unsere zwei „Fadders“ aus dem 2

 

. Jahrgang (Maggie und Jules), die uns die ersten zwei Einführungswochen an die Hand nehmen würden.

Nach kurzem Anschnuppern ging es in gesprächiger Stimmung in Richtung Kjeller. Dem Ort, Nahe Lillestrøm, wo das Product Design Department (PDD) auf dem zweiten der drei Campi der HiOA angesiedelt ist. In der Eingangshalle des modernen Unigebäudes wurden wir von Vibeke und Steen, zwei uns bereits bekannten Gesichtern des PD-Departments, in Empfang genommen, anschließend nach Bachelor und Master aufgeteilt und

zu dem Vorlesungsraum gebracht, in dem wir unsere Kommilitonen des 3. Jahrgangs das erste Mal antrafen.

Unwissend, was uns erwartet, ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde gleich in die Vollen, da am ersten Tag direkt die Projekte für die kommenden Wochen gewählt wurden und sich die entsprechenden Teams zusammenfinden. Insgesamt gab es während des gesamten Semesters zwei Hauptprojekte (Product Design Specialization und Dynamic Project Leadership) welche mit zusätzlichen Abgaben, Vorlesungen und Wahl-Workshops gespickt wurden, wie sich im Laufe des Semesters herausstellte.

Maggi und Jules waren im Laufe der zwei ersten Einführungswochen sowohl tagsüber in der Uni als auch nachmittags und abends für uns da, wenn der Tagesplan alle möglichen Kennenlern-Events für uns Internationals und die neuen Norwegischen Erstsemester vorsah.

Auch wenn die Tage dadurch häufig sehr lang, nicht nüchtern und etwas schlaflos ausfielen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, an den Events die nach der Uni stattfanden teilzunehmen und so schnell Kontakt zu den Norwegern zu schließen

Zum Campus

Die Uni in Kjeller ist, wie bereits erwähnt, zwar etwas ab vom Schuss aber dafür ein sehr moderner Campus und besonders das PDD hat mir mit seiner Aufteilung und den Arbeitsräumlichkeiten sehr gut gefallen. Im Erdgeschoss befinden sich die Werkstätten.

Voneinander abgetrennt eine Holz-, Metall-, Keramik- und eine offene Werkstatt, welche bestens ausgestattet sind. Das CAD-Lab mit 3D-Drucker und Lasercutter befindet sich neben dem Fotostudio im Keller. Im 1.OG siedeln sich alle drei

BA-Jahrgänge an (wie viel

leicht schon

aufgefallen ist, spricht man dort in Jahrgängen, nicht in Semestern) welche, wenn auch voneinander getrennt, offen und untereinander gut zugänglich sind.

Im 2.OG verstecken sich die Masterstudierenden, mit denen wir relativ wenig zu tun hatten, sowie die freien Computerarbeitsplätze und der allseits beliebte Plotter über den eine Menge für die Projekte gedruckt w

urde.

Insgesamt ist die Hochschule an wirklich allen Ecken gut ausgestattet und man hat immer genügend Ansprechpartner, sowohl auf lehrender als auch auf studierender Seite, zur Verfügung. Die allgemeinen Öffnungszeiten waren leider nur bis um 22:00h, dafür tendieren die Norweger aber grundsätzlich dazu früh anzufangen, was hin- und wieder für „Spaß“ gesorgt hat…

Nach einer einwöchigen Einweisung in alle drei Werkstattbereiche, wurde in Form eines ausgefüllten Berichtheftes und ein paar Werkstücken geprüft, ob wir selbstständig in den Werkstätten arbeiten können. Besonders interessant, vor allem für mein erstes Projekt, war die Metallwerkstatt, in der besonders das Schutzgasschweißen häufig Verwendung fand und einfach ganz neue Möglichkeiten des funktionalen Prototypenbaus ermöglicht hat.

Die Semesterprojekte

Mein erstes, dreimonatiges Semesterprojekt befasste sich mit dem Thema Walking Aid – der Verbesserung oder Entwicklung eines Laufhilfsmittels für körperlich eingeschränkte Personen.

Als weitere Wahlmöglichkeiten standen das Design eines funktionellen Couchtischs, der sich in Höhe und Breite variieren lässt, sowie die Weiterentwicklung von bereits angefangen Projekten aus dem vorherigen Semester, wie z.B. einer Babykrippe zur Auswahl.

Die Teams bildeten jeweils einen eigenen Workspace, indem Tische und Pinnwände zusammen gerückt und die ersten Timelines und Research-Fragen ausgedruckt und an die Wände gehängt wurden.

Beneidenswerter Weise konnten die Arbeitsplätze am Ende eines Tages so im Prozess zurück gelassen werden, wie sie waren, da keine PD-fremden Personen in die Etagen kamen und insgesamt ein hohes Maß an gegen

seitigem Vertrauen und Ehrlichkeit innerhalb des PD-Departments herrschte – sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.

Im Laufe dieser drei Monate dienten die Teilnahme an Vorlesungen und die Zwischenabgaben von Skizzen, schriftlichen Projektzielsetzungen, Moodboards, 3D-Abgaben, kleinen Vormodellen und weiteren Einreichungen als Milestones und als Bewertungsgrundlage für die Endnote.

Im zweiten Projekt ging es im Kern darum, mit drei weiteren Kommilitonen des 3. Jahrgangs die Führung eines kleinen Designteams zu übernehmen, welches aus Studenten des 1. und des 2. Jahrgangs besteht und für die gemeinsame Realisierung eines Designauftrags zu sorgen.

In einem einwöchigen Einführungskurs bekamen wir von einem externen Lehrenden praxisnahe Tipps und eine Einweisung zu den bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Wochen.

Als Kooperationspartner war unser Team in Kontakt mit einer Firma getreten, die ein neues Design für eine Mülltonnen-Verkleidung suchten, welche von Menschen mit Behinderung, bzw. wieder in die

Arbeitswelt einzugliedernden Erwachsenen hergestellt werden soll.

Die Schwierigkeit hierbei lag darin ein interessantes Design mit den Produktionsvoraussetzungen der Firma zu vereinen und dass am Ende der kurzen, vierwöchigen Phase ein produktionsfähiges Design präsentiert werden konnte.

Dieses Projekt war durchaus sehr stressig, da es eine komplett neue Aufgabe ist, sich neben dem Design (was für einen selbst häufig zu kurz kommt) vor allem auf die organisatorischen Projektmanagementaspekte zu konzentrieren. Neben einer abschließenden Präsentation beim Kunden, mussten wir Teamleader eine Präsentation zu unserem Projektmanagement halten und eine schriftliche sowie fotografische Dokumentation dazu hochladen.

Freizeitgestaltung

Neben dem zeitintensiven Studium, haben wir dennoch die eine oder andere Möglichkeit wahrgenommen das Land und die wunderschöne Landschaft von Norwegen zu erkunden. Angefangen mit einem Wochenendtrip zu der Hütte eines Norwegischen Kommilitonen, wo wir neben Musik am Lagerfeuer in einem Tipi auf Tierfellen schliefen, über eine wunderbare Wanderung zum Touristen-Must-See der „Troll Tunga“ bis hin zu einer tollen Abschlussreise zu der Inselkette den Lofoten.

Es gab noch wesentlich mehr Möglichkeiten, weitere Teile des Landes zu sehen und noch mehr Freizeitaktivitäten zu unternehmen aber im Großen und Ganzen ist es für mich ein guter Kompromiss aus einem vernünftigen Studium und einem tollen Urlaub geworden.

So wie bei jeder tollen Klassenfahrt, war es auch bei diesem Auslandssemester der Fall, dass man sich zum Ende einer solchen Zeit immer am besten mit allen versteht. Der Unterschied liegt darin, dass man viele der gerade begonnen Freundschaften erst mal nicht wiedersieht, da jeder in sein Heimatland zurück fliegt. Aber nun hat man noch mehr Gründe die Welt zu bereisen.

IMG_3042   IMG_3499

IMG_4024

IMG_3684  15

IMG_4047

 

 

Einblicke durch die Brillen ic! berlins

gepostet am 13. Mai, 2016

Kim und Jann

Stecken, Klipsen, Drehen – mit diesen Handgriffen kann man eine Gruppe Industriedesign-Studenten  einen ganzen Vormittag lang beschäftigen. Hätten Sie nicht gedacht? ic! berlin kann es.

Die Designer-Brillen der Firma zeichnen sich durch ein besonderes Feature aus: Sie funktionieren – anders als herkömmlich Brillen – ohne Schraubverbindung und basieren stattdessen auf einem einfachen Steckprinzip. Was als Studienaufgabe begann, ein Verbindungsgelenk ohne Schrauben zu entwickeln ist heute die international bekannte Firma ic! berlin.

Begrüßt wird unsere Gruppe von Kommilitonen der HTW vom Studiengang Game Design, der uns durch die Büro- und Manufaktur-Räume ic! berlins führte. Box Sack und Schaukel gehören genauso zur Einrichtung wie eine gemütlich , einladende Sitzecke und eine großzügige Kücheninsel. Wer hier arbeitet, wird in jeder Emotionslage ernst genommen.

Zu Beginn der Führung begeben wir uns zunächst auf die Dachtrasse der Firma, die einen beeindruckenden Blick auf den Fernsehturm und über die Dächer Berlins bietet. Durch die Manufaktur- und Büro-Räume ic! berlins geführt erhalten wir anschauliche und umfassende Einblicke in den Herstellungsprozess der Designbrillen, sowie wissenswerte Fakten zur Entstehungsgeschichte der Firma.

Das Lasern, Biegen und Schleifen des Federstahls wird maschinell ausgeführt – der Rest, wie das Einsetzen der Gläser oder Dekor-Applikationen, sind Handarbeit, bei der sich die Arbeiter/innen bereitwillig von uns über die Schulter schauen lassen und uns unsere Fragen äußerst freundlich und hilfsbereit beantworten.

Die Führung endet schließlich an der „Wall-of-Frame“, an der von der ersten noch handgefertigten Brille bis zur aktuellen Kollektion alle Brillengestelle chronologisch aufgereiht sind. In diesem Überblick manifestiert sich die Entwicklung der Firma noch einmal sehr deutlich. Die Brillengestelle tragen Namen wie „Peter oder „Merle“, Berliner Nachtclubs wie das „Ritter Butzke“ oder Berliner S- und U-Bahnstationen – eine liebevolle Affinität und Identifikation mit Berlin.

Zum Schluss bleibt auch noch Zeit, sich durch die Brillengestelle durchzuprobieren, um mit seinem Lieblingsgestell am hauseigenen Fotoautomaten ein Erinnerungsfotos zu machen.

Verblüffend war die Aufgeschlossenheit und Transparenz mit der wir in die Produktionsschritte der Firma eingeweiht wurden. Diese Eigenschaften drücken sich ebenso im Firmen-Konzept ic! berlins aus. So findet beispielsweise jeder Kunde auf der Innenseite seines Brillenbügels die Handynummer des Firmen-Chefs Ralph Anderl, um Feedback, Fragen und Kritik einzureichen.

Es bedanken sich ganz herzlich für diese sehenswerten Einblick durch die Brillen ic! berlins das 1. Semester Industrial Design der HTW Berlin.

Hinweisen möchte ich zu Ende des Berichts noch auf die „Drink- and Draw“-Events unserer Game Design-Kommilitonen bei ic berlin. Akt- und Porträt-Zeichenkursen mit feiern und tanzen. Einmal im Monat findet eine „Drink- and Draw“- Motto-Party statt, bei der im Motto-Dress Code für einander Model gestanden und zeichnen wird.

Ein großartiges Kunst-Event, dass die Möglichkeit bietet, sich über Kunst auszutauschen, sich zu verkleiden und zusammen Zeichnen zu lernen.

Kim Kakoschke über die Exkusion im Fach Konstruktion und Fertigung bei Prof. Sebastian Feucht

 

Jörg Stolpmann – Time leap India

gepostet am 8. Dez, 2015

Der Designer und Laboringenieur Jörg Stoplmann im Bereich Fotografie besucht unsere Partnerhochschule das National Institut of Design:

In gedämpften Licht senkt sich leise der Schnee, Deutschland sinkt in gedeckten Farben in den Nachmittag, die Töne werden dumpfer, kein Laut stört diese Ruhe.

fünfeinhalb Stunden und 5926,09 km südlich knallt die Sonne ihre letzten Stahlen auf eine Stadt mit 5,6 Millionen Menschen, 30 Grad im Schatten lassen den Staub in der Luft zirkulieren und sich als grauen Guss über alles legen was sich jener Bewegung verweigert, diese Stadt findet keine Ruhe, sie erfindet sich in jeder Minute neu, bei einer Lautstärke die an ein Rennen am Nürburgring erinnert. Ahmedabad die 5 größte Stadt Indiens kennt keinen Schlaf, sie erneuert sich langsamer als sie sich verbraucht. Mitten im Getöse eines nie endenden Verkehrs, in einer Dunstglocke, die an die frühe Zeit der Industrialisierung in Deutschland erinnert, steht eine Festung, eine Enklave, eine Insel aus Grün. Aufbegehrend, aufmüpfig, ein Gegenbild. Hier wohnt der Geist eines Urvaters des modernen Designs Indiens, Charles Eames.

Steinwege schlängeln sich durch die Gärten. Die Wärme der aufgeheizten Gebäude strahlen in die hallenden Freiflächen, Hunde wärmen ihre Körper am Stein, Geckos suchen in den Häusern einen warmen Unterschlupf, nun sind die mehr als 30 m hohen Bäume das Quartier der Vögel und Streifenhörnchen. Da oben ist alles wie Elektrifiziert, die Vögel zetern um den besten Platz zum Abtauchen in die quirligen Straßen ringsum. Reges Treiben rund um die Mensa, auf dem Campus, das Leben hier läuft zur Hochform auf. Die Sonne wirft lange Schatten in die Gärten, Pfaue stolzieren wie Könige über das Grün des Bolzplatzes. Die Studierenden nutzen den kühlenden Abendwind um Projekte zu bereden. In 3 Tagen ist Präsentation und die Werkstätten sind hell erleuchtet und erfüllt vom Sound der Maschinen aus allen Epochen der Verarbeitungstechnik. Lachen, Stimmen, dieser spezielle Klang rotierender Maschinen dringt nun in die Dunkelheit der Nacht. Die Luft auf dem Campus des NID (National Institut of Design) in Ahmedabad ist erfüllt von Licht und Leben. Dieses Licht zieht uns in das Innere des Werkstattkomplexes, kleine Gruppen von Studierenden arbeiten an Tischen und Maschinen, sammeln sich um sich wieder zu zerstreuen. Die Zwischenergebnisse langer inhaltlicher und handwerklicher Arbeit werden beraten und weitere Schritte diskutiert. Metall, Holz, Keramik, Kunststoff, Bamus, Ton, Textilien und Ideen werden bewegt. Material- und fachübergreifend versuchen die Studierenden den Charakter, die Funktion, die Form von der Idee bis hin zur Materialisierung ihrer Designideen zu formulieren. Überall treffen wir auf offene freundliche Gesichter, die fasziniert von ihrem Metier, ihren Werkstücken, ihren Ideen, von der Entstehung und dem fertigen Produkt erzählen. Es entspinnt sich eine Gespräch dem wir uns kaum entziehen können. Und doch spüren wir die Anspannung im Angesicht der bevorstehenden Präsentation. Mit Ahmedabad betreten wir eine für uns Neue Welt der Gegensätze die so nah bei einander liegen. Hier erzählt man vom Bauhaus, von Le Corbusier, zeigt uns eine Stuhlsammlung der Klassiker der italienischen und deutschen Designgeschichte und draußen leben Menschen im staubigen Sand der Straßen zwischen offenen Feuerstellen , Asche und Abfall. Hunde streunen auf der Suche nach Nahrung durch die spärlich erleuchteten Straßen, gezeichnet vom Überlebenskampf in dieser der Stadt. Und da schließt sich der Kreis vom dem was unsere Berliner Studierenden hier einbringen können und wollen. Es ist nicht nur der Einsatz eines neuen Materials, eine neue Verbindung, ein neue Form, es ist eben auch die Auseinandersetzung mit sozialen und kulturellen Aufgaben dieser Stadt, dieses Indiens.

Ronja , Daniel und Ramiz beschäftigen sich im Schwerpunkt Systemdesign, mit einem Projekt für ein Flut-Frühwarnsystem, tragen alle erdenklichen Informationen und Schlussfolgerungen in einer Mintmap zusammen, um im Falle einer Flutkatastrophe alle notwendigen Maßnahmen koordiniert und gut strukturiert ablaufen zu lassen. Dafür haben sie sich mit lokalen und überregionalen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen (GSDMA, NDRF, NGO’s) beraten. Ira, Nora, Deepesh und Janina beschäftigen sich im Schwerpunkt Systemdesign mit einem Projekt zu „Verbrechen und Bestrafung“ wobei auch hier die Recherche und die Befragung der Menschen vor Ort einen große Rolle spielte. Alle sind beseelt von den Eindrücken, den Menschen, von den Extremen die dieses Land bewegen. Fragen tun sich auf und bleiben ohne Antwort. Der Lauf der Dinge und die inneren Gesetze scheinen uns fremd. Für die primäre Aufgabe des Designs braucht es nicht auf alle Fragen eine Antwort, vielmehr steht in Vordergrund ein offenes System zu strukturieren das pernament nach Antworten deren Lösungen sucht, wie Indien.