Zwischen wilden Löwen und Wassertreppen

gepostet am 7. Dez, 2014

Um nicht nur das harte Studentenleben am NID, sondern auch ein wenig Kultur und wildes Indien kennen zu lernen, fuhren wir Freitag Nacht in Richtung Arabisches Meer in den Gir National Park. Nach zehnstündiger Busfahrt (für 300 Kilometer) und einem kleinen Frühstück besuchten wir den Tempel Somnath, den heiligsten der zwölf Schreine des Gottes Shiva.
Während einer  Nachtwanderung in freier Wildnis zeigten uns die Guides abgefressene Kadaver und inszenierten für uns eine spannende Tour durch den Nationalpark. Uns und auch den Guides fiel es schwer, das Lachen zu unterdrücken und den Ausflug ernsthaft zu bestreiten.
Der Gir National Park ist derzeit der einzige Ort, wo in Indien noch ca. 400 Löwen  (ja, Löwen, keine Tiger) leben. Um einen weiteren kleinen Einblick in die Natur Indiens zu bekommen, machten wir eine Safari durch einen kleinen touristisch zugänglichen Teil des Gir National Parks, um freilebende Löwen zu sehen. Und es gelang unserem Guide sogar, sie uns aus der Ferne zu zeigen. OK: neben uns starrten noch zehn andere Jeeps voll mit gaffenden Touristen auf die vier braunen Flecken, die sich als müde, alte Löwen enttarnten. Eindruckvoll war die karge Landschaft sowie die vielen anderen Tiere, wie Antilopen, Eulen, Affen, Rotwild, unzählige Vogelarten und vieles mehr.
Als Abschluss unseres Wochenendes besuchten wir den Treppenbrunnen Adalaj aus dem elften Jahrhundert, welcher nicht nur durch seine Funktionalität, sondern auch besondere Ausarbeitung und Schönheit besticht.

Bilder: Kay Kazemi, Marten Jahn