Besuch des Otto Bock Science Center

gepostet am 24. Jan, 2015

Der Besuch des Science Center am Potsdamer Platz lohnt sich!

Die Architektur ist eindruckvoll, die Ausstellung ist sehr anschaulich. Eine tolle Führung und die interaktiven Medien (übrigens von Art&Com) verdeutlichen, wie wir uns bewegen, greifen, rennen, laufen – Komplexität pur! Die Protesen sind hochtechnologisch und ausgezeichnet gestaltet.

Otto Bock ist ein deutsches Familienunternehmen, dass in Forschung und Entwicklung im Bereich Orthopädietechnik führend ist.D

Die Ausstellung besuchten wir im Rahmen des Kurses Universal Design Thinking mit Prof. Birgit Weller.

Fotos: Alexander Naumann, Birgit Weller

 

NID International Bamboo Workshop 2014 — Tag 6

gepostet am 6. Dez, 2014

„IT’S THE FINAL COUNTDOWN“, um frei nach EUROPE zu zitieren.

Willkommen zum Präsentationstag! Ein bunter Mix aus letzten Anstrichen, finalem Schleifen und dem Aufbau der Präsentation, die unsere Professoren Katrin Hinz, Birgit Weller und Jan Vietze gestalteten. Wir haben die große Ehre im wunderschönen ‚Aquarium‘ ausstellen zu dürfen, einem von allen Seiten verglasten Raum mit Ausblick ins Grüne. So einen Raum wünschte ich mir auf den Wilhelminenhofcampus! Als wir uns die Resultate dieser fünfeinhalb Tage ansahen wurde uns staunend bewusst, wieviel wir in so kurzer Zeit gestaltet hatten.

Von indischer Seite wurde der Zugang aufwendig mit frischen Blumen geschmückt.

Nach einem kleinen Snack im BMW (Behind the Metall Workshop 😉 trugen wir unsere einheitlichen, extra gefertigten BAMBOO-WORKSHOP-SHIRTS und versammelten uns zur Präsentation unserer Ergebnisse. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde die Ausstellung vom Direktor eröffnet. Wir waren erstaunt, wieviele Lehrende und Gäste Interesse an unseren Arbeiten zeigen. Das Feedback war großartig!

Die herausragende Vorbereitung des Workshop, die Arbeitsbedingen, die Unterstützung duch die Craftmen, das Wohnen auf dem Campus, die intensive Betreuung und täglich nur wenige Stunden zum Essen und Schlafen hatte sich gelohnt.

Bilder: Kay Kazemi, Marten Jahn, Birgit Weller

Nachricht aus der Bezalel Academy of Arts and Design – Jerusalem

gepostet am 12. Dez, 2013

Jerusalem – da denkt MENSCH zuerst an viel Religion und viel Geschichte, nicht unbedingt an Design. Dennoch gibt es hier die größte und beste Kunst- und Designhochschule des Nahen Ostens. Die Bezalel Academy of Arts and Design thront auf dem Mount Scopus über der Stadt und beherbergt sieben der acht gestalterischen Bachelor-Studiengänge der Hochschule.

Zu den Kursen: Von den Studio Classes, die vergleichbar sind mit unseren Hauptprojekten. Zur Auswahl stehen Kurse zu den Themen Sitzmöbel, Gastfreundschaft, Urban Mobility, körpernahes Design und ein konzeptioneller Kurs zu Übergewicht (in jeglichem Sinn). Der Designprozess meines Studios Sustainable Design in Public Space wird vom äußerst kompetenten Prof. Elisha Tal sehr anschaulich begleitet. Neben weiteren interessanten Angeboten des Industrial Design Departments (Sketching, Inclusive Design, Spielzeug, Textile Technology, Materialkurse…) sind auch die Interdepartment Classes eine Über- und Belegung wert. Studierende aller Studiengänge treten hier in Dialog zu unterschiedlichen Themenstellungen. In „Artistic Action in Urban Space“ versuche ich mich mit Keramikdesignerinnen und Kommunikationsdesignern am Mapping eines anonymen Wohnkomplexes im Zentrum Jerusalems. Zusätzlich zu den Designfächern wird noch ein sehr empfehlenswerter Hebräisch-Kurs angeboten, in welchem uns die goldige Dina auf lockere und eingängige Art das Einmaleins der Kommunikation in Israel beibringt.

Die Bezalel Academy bietet ein großartiges Studienumfeld. Auslassen kann mensch sich in einer gut ausgestatteten Werkstatt mit Drehbänken, Oberfräsen, CNC-Fräsen, Cutter, Schweißgeräten, Laser, 3D-Drucker…. Die Studierenden sind super hilfsbereit und übersetzen gern im Unterricht, der meist auf Hebräisch ist. Ansonsten verstehen aber auch alle Englisch. Insgesamt ist das Studium sehr intensiv und bietet spannende Aufgaben.

Wer ein Zimmer in Jerusalem sucht, sollte etwas Geduld einplanen und flexibel sein. Die für wärmere Temperaturen vorgesehene Bauweise ist im Winter doch etwas abenteuerlich. Ein Elektroheizkörper, heiße Schokolade und Pullover bringen 4 Kommiliton*innen und mich gerade durch den stärksten Winter seit 60 Jahren. Abgesehen von dieser Woche ist es aber deutlich wärmer hier. Das Studierendenwohnheim bietet zwar eine Zentralheizung, ist aber teuer und liegt abseits. Außerdem geht doch nichts über die Vorzüge von einheimischen Mitbewohner*innen in einer WG mitten in der Stadt.

Augen und Ohren lohnt es sich unbedingt auch außerhalb der Uni offen zu halten. Schon vom Bezalelcampus aus kann mensch über die Grenzen nach Palästina schauen. Auch wenn Jerusalem vollgestopft ist mit Geschichte und Kultur, solltet ihr unbedingt auch herumreisen. Da Israel gerade mal so groß ist wie Hessen, sind Eins-zwei-drei-vier-Tagesausflüge ideal um Land und Leute kennen zu lernen. Totes Meer, Tel Aviv, Haifa, die Berge im Norden, Nazareth, Eilat, Bethlehem, Ramallah, Hebron, Petra… – es gibt viel zu entdecken in der knappen Zeit, die euch neben der Uni bleibt.

Viele Grüße aus dem zugeschneiten Jerusalem sendet Alexander Naumann

Thanh Tam in Helsinki

gepostet am 26. Okt, 2013

Unsere Kommilitonin Thanh Tam Huynh ist zur Zeit in Helsinki an der Helsinki Metropolia University of Applied Sciences. Hier Ihr Bericht:

Die Orientierungstage Ende August waren bunt und voller Trubel: neue Umgebung, neue Gesichter, andere Sprache. Da noch nicht allzu viel los war, konnten wir bei spätsommerlichen, für uns Berliner teils frühherbstlichen, Temperaturen raus in die Natur, an den See, … und die Seele baumeln lassen.  Wir erkundeten Helsinki und die Umgebung, die Architektur, die Museen. Mehrere Inseln, wie Suomenlinna und Korkeasaari, sind mit der Fähre innerhalb kurzer Zeit erreichbar und bieten immer wieder was für Aug´ und Seele. Die Helsinki Design Week und die Habitare Messe gaben uns eine Einführung ins skandinavische Design.

Der Tagestrip nach Tallinn mit der zauberhaft mittelalterlichen Old Town bleibt unvergessen, wie auch spannende Tage in St.Petersburg mit majestätischer Kulisse bei Tag und Nacht. Die Abschlusspräsentation des ersten Kurses Innovation Project Industrial und Interior Design Studenten fand am 10. Oktober statt. Da die Kurse im Block stattfinden, konnten wir uns die letzten sieben Wochen voll und ganz auf diesen Kurs konzentrieren. Ideenfindung, Planung und Umsetzung innerhalb von vier Wochen mit finalem Event auf einem der Hauptplätze Helsinkis – und Afterparty als krönender Abschluss. Product Development, Interior & Lightning Design, Design & Sculpture sowie Life Drawing & Painting stehen noch an, bevor es im Dezember wieder zurück nach Berlin geht. Davor aber noch Finnlands ehemalige Hauptstadt Turku besuchen und sich von Porvoos vorweihnachtlicher Stimmung verzaubern lassen, bevor der finnische Winter hereinbricht. Und dann heißt es: auf nach Lappland und hoffentlich die Nordlichter bewundern!