Abschlussarbeiten unserer Studierenden | Thema: Mobilität

gepostet am 2. Jun, 2020

Heute, und in den folgenden Tagen, stellen wir euch einige Bachelorarbeiten aus unserem Studiengang Industrial Design vor. Die heutigen vier behandeln das Thema der Mobilität:

 

 

Julia Kubitzki entwickelte den CARIGO, eine treppenüberwindene Transporthilfe für Patientinnen mit Sauerstofftherapie.

 

Die Belastungsproblematik bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen:

Chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD= chronic obstructive pulmonary disease) sind oft die Spätfolgen von langzeitigen Lungenschäden und treten verstärkt im Alter auf. Betroffene leiden in körperlichen Belastungssituationen unter schmerzhafter Atemnot. Je nach Stadium der COPD können alltägliche Aktivitäten, wie Treppensteigen oder das Tragen von Einkäufen, bereits zu Atemnotattacken führen. Patienten werden krankheitsbeding immer inaktiver und bauen umso schneller körperlich ab, eine Abwärtsspirale beginnt. Die Langzeit-Sauerstofftherapie kann helfen den Verlauf der unheilbaren Krankheit positiv entgegenzuwirken. Eine zusätzliche Zugabe von Sauerstoff über einen täglichen Zeitraum von 16 bis 24 Stunden senkt das Atemnotrisiko und hilft bei chronischem Sauerstoffmangel. Um Patienten während der Therapie räumliche Freiheit zu ermöglichen, gibt es neben den großen stationären Sauerstoffkonzentratoren oder Flüssigsauerstoffbehältern, auch kleinere mobile Sauerstoffquellen, die je nach Leistungsumfang zwischen 1,2 kg bis 5 kg wiegen. Durch Gespräche mit Teilnehmern einer COPD-Selbsthilfegruppe wurde deutlich, dass selbst ein geringes Zusatzgewicht zu viel für geschwächte Patienten sein kann, da die Krankheit eine stark schwankende körperliche Verfassung mit sich bringt. Verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand, müssen auch die Sauerstoffquellen leistungsfähiger, also größer und schwerer, werden. Nicht nur die fortschreitende COPD schränkt die Patienten zunehmend in ihrer Mobilität ein, sondern auch die nötigen Therapiemaßnahmen.

 

CARIGO – Die Treppenüberwindente Transporthilfe:

CARIGO ist eine Transporthilfe, die geschwächte Personen bei alltäglichen Aufgaben entlastet. Durch einen modularen Aufbau kann CARIGO nicht nur die Sauerstoffquelle für die Patienten transportieren, sondern auch Einkäufe, Pakete, Getränke, Wäsche und alles was sonst noch so transportiert werden muss. CARIGO basiert auf dem Prinzip der dynamischen Stabilisierung, für das vor allem die Segways bekannt sind. Die Technik ermöglicht eine Steuerung durch Gewichtsverlagerung. Drückt der Nutzer den Lenker nach vorne beschleunigt das Gerät, drückt er den Lenker nach hinten oder zur Seite, bewegt es sich in die jeweilige Richtung. Da diese Art der Steuerung unserem menschlichen Fortbewegungsprinzip ähnelt wird sie als sehr intuitiv empfunden. Durch große Reifen mit einem speziellen Profil kann CARIGO Hindernisse und Stufen überwinden. Der Nutzer hält sich beim Treppensteigen mit einer Hand am Geländer fest, mit der anderen Hand drückt er den Lenker leicht nach vorne. Die Reifen beschleunigen und fahren gegen die Kante der Stufe, bis sich das grobe Reifenprofil verhakt. So zieht sich die Tragehilfe selbstständig Stufe für Stufe hoch, ohne dass der Nutzer belastet wird. Ein integrierter Notfallknopf auf der Unterseite des Griffes, kann einen schnellen Kontakt zum Notdienst herstellen und bietet Patienten eine zusätzliche Sicherheit, wenn sie unterwegs sind. Durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten ist CARIGO nicht nur für sauerstoffpflichtige Patienten interessant, sondern generell für Menschen mit einer geringen körperlichen Belastungsfähigkeit.

 

Betreut durch Prof. Pelin Celik und Prof. Jan Vietze

 

 

 

Felix Deraed entwarf Ompi, eine Kommunikationshilfe für ältere Menschen, welche kein Smartphone nutzen.


Ompi ist ein Kommunikationsmittel, das Nicht-Smartphone-Nutzer in die digitale Gemeinschaft von Familie und Freunden integriert. Ompi ermöglicht es älteren Menschen, aber auch Kindern und Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten, über Instant-Messenger-Diensten, wie Whatsapp, Telegram, Facebook Messenger o.ä. zu kommunizieren. Es handelt sich um ein RFID-gesteuertes technisches Gerät, das es dem Nutzer ermöglicht, Multi-Media-Nachrichten zu empfangen und Sprachnachrichten an Instant-Messenger-Chats zu senden. Um Bilder und Videos zu empfangen, kann Ompi an einen Fernseher angeschlossen werden. Auf die verschiedenen Kanäle kann durch einfaches Auflegen einer kontaktspezifischen Figur oder Karte auf die interaktive Auflagefläche zugegriffen werden.

 

Betreut durch Prof. Pelin Celik und Sebastian Bertram (M.A.)

 

 

 

Jann Meinzer beschäftigte sich mit „Upstride“, ein Gerät zur Überwachung der Wasserqualität.

Das Gerät „Upstride“ bietet eine automatisierte und personalschonende Lösung für das systematische Überwachen der Wasserqualität von Binnengewässern. Dabei ist es in der Lage mit mehr als 200km Reichweite knapp über 10 Liter qualitative Wasserproben zu entnehmen sowie Temperatur, Leitfähigkeit, Redox, Sichttiefe und Sauerstoffgehalt zu bestimmen. Der Transport, die Inbetriebnahme und die Bedienung sind dabei von einer einzelnen Person durchführbar.

 

Betreut durch Prof. Jan Vietze und Prof. Pelin Celik

 

 

 

Marinus Pfaffinger entwarf FiBo, eine umweltschonende Alternative zu Unkrautbekämpfungsmittel.In Kooperation mit „Escarda Technologies“ wurde ein Design Konzept, eines autonomen Roboter entwickelt. Der durch den Einsatz von Pflanzen-Erkennungssoftware, Unkraut auf Gemüse und Obst Feldern erkennen kann, und dieses mithilfe eines drehbaren Laser beseitigen kann. Eine umweltfreundliche Herbizid-Alternative für Bio und konventionelle Landwirtschaft.

 

Betreut durch Prof. Pelin Celik und Prof. Jan Vietze

 

 

 

 

Nominationen für den Future Award

gepostet am 31. Aug, 2019

Der Studiengang Industrial Design der HTW Berlin freut sich gleich über drei, für den Future Award, nominierte Arbeiten:
Milan Bergheim entwickelte im Rahmen seiner Bachelorarbeit den „OSKAR“, einen kompakten Kindersitz für Lastenräder und Elektroleichtfahrzeuge.
Auch Tillmann Kayser wurde mit seiner Idee einer Mobilitätsstation im urbanen Raum nominiert. Mit dem „Mobility HUB“ entwickelte er die Vision einer Plattform für Sharing-Anbieter, welche unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz die Stellplätze effizient verwaltet, Sicherheitshinweise gibt und über die Umgebung informiert.
Des Weiteren wurde der „Pillbuddy“ nominiert. Hierbei handelt es sich um eine Projektarbeit von Anne Bansen, Milan Bergheim und Tillmann Kayser . Zusammen entwickelten sie einen smarten Begleiter zur Medikamenteneinnahme mit dem Ziel Patienten, welche Mehrfachmedikation dauerhaft einnehmen müssen, das Leben zu erleichtern, sowie Fehlmedikationen aufgrund von falscher Einnahme oder Wechselwirkungen auszuschließen.
Die unten stehenden Links geben tiefere Einblicke in die nominierten Projekte. Der Studiengang Industrial Design der HTW Berlin freut sich über die beeindruckenden Arbeiten der Industrial Design Studierenden und wünscht ihnen alles Gute!

OSKAR – Der Kindersitz für Lastenräder

Mobility HUB -Vision einer Mobilitätsstation

Pillbuddy – smarter Begleiter zur Medikamenteneinnahme

 

China Exkursion und Workshop 2019

gepostet am 1. Aug, 2019

Auch dieses Jahr hatten wieder einige Industrial Design Studierende der HTW Berlin die einzigartige Möglichkeit nach nach China zu reisen. Dieses Jahr ging die Reise in die Megacity Chengdu der Provinz Sichuan mit über 11 Millionen Einwohnern, um am dortigen Designcampus an einem gemeinsamen Design-Workshop teilzunehmen. Die Stadt bot sowohl tagsüber als auch Nachts genügend Eindrücke, um die Kreativität anzukurbeln, wobei selbstverständlich die spannende Kultur eine große Rolle spielte. Wenn man nach den zahlreichen kreativen Aktivitäten dann einen Moment der Ruhe suchte, waren die vielen naturnahen Rückzugsorte die perfekte Möglichkeit, dem Trubel zu entfliehen und dann gestärkt wieder ans Werk zu gehen.

    

 

        

 

        

 

Shifting the „Shift“ – Das Upcycling Projekt für die Arche e.V. Berlin Hellersdorf

gepostet am 2. Jul, 2018

Am Montag, den 25.06.18 trafen sich Studierende vom Studiengang Industrial Design der HTW Berlin zusammen mit den studierenden der BAU International im DRIVE Studio des VW Konzerns. Ein Ausstellungsort, wo Volkswagen seine Produktpalletten, aber auch neue, firmeninterne Konzepte und Denkanstöße präsentiert. Die vergangene Ausstellung war dem Motto „Shift“ gewidmet und im DRIVE Studio wurden Konzepte zum Begriff „Nachhaltigkeit“ bis Ende Februar 2018 gezeigt.

Nachdem die Ausstellung wieder abgebaut werden musste, hatten unter anderem die Studierenden der HTW Berlin T. Schütze (4. Semester), S. Tarasova und G. Jahner (2. Semester) die Gelegenheit mit den übrig geblieben Materialien ein Upcycling-Projekt mit dem Ziel Möbel für das Kinderhilfswerk Arche e.V. Berlin zu starten.

Das Projekt lief über mehrere Monate. Zu Beginn trafen sich die Studierenden mit Kindern des Arche e.V. um in einem Workshop zu erfahren, welche Wünsche die Kinder haben. Aus unzähligen Ideen wurden am Ende auch einige Konzepte in die Tat umgesetzt, wie zum Beispiel eine rollbare Tafel, an der Kinder malen und spielen können oder auch ein wabenförmiges Regalsystem, welches nicht nur Stauraum für Schulzeug und Spielzeuge bietet, sondern auch die Atmosphäre in den Räumen der Arche aufwertet. Da die Arche ein gemeinnütziger Verein ist, ist er auf Spendengelder und damit auch auf Möbelspenden angewiesen.  Dadurch herrscht ein Chaos bunt zusammengewürfelten Gebrauchsmöbel die hauptsächlich nur „funktionieren“ müssen.

Bei diesem Upcycling-Projekt hatten die Designstudierenden die Chance, nicht nur ein funktionales und kindgerechtes Möbel zu gestalten, sondern auch ein gesamtes Raumkonzept für Kinder und Jugendliche zu entwerfen, das ein neues Wohlfühlklima und damit eine hohe Aufenthaltsqualität erzeugt.

Bei der VW Konzern Pressemitteilung am 25.06.2018 im DRIVE Studio trafen sich dann die Kinder der Arche und ihre Betreuer mit allen Mitwirkenden, wie den Studierenden und Professoren der HTW Berlin und Bau International und den Mitwirkenden von Volkswagen, um die fertiggestellten Entwürfe zu erleben.

Weitere Impressionen unter: http://shift.volkswagenag.com/upcycling/

Kurzprojekte „Unter Strom“ im Peter Behrens Haus

gepostet am 11. Mrz, 2018

Die diesjährigen Kurzprojekte im Wintersemester 2017/18 fanden anlässlich der Veranstaltung „100 Jahre Peter-Behrens-Bau“ unter dem Motto „Unter Strom“ statt.

5 Tage, 80 Studierende, 6 Dozenten und jede Menge überraschende Konzepte!

Herzlichen Glückwunsch !

gepostet am 27. Sep, 2017

Wir gratulieren herzlich: Anne Banse, Aran Leptig und Tobias Härdtlein zum Deutschen Verpackungspreis Kategorie Nachwuchs 2017.

Toller Erfolg! 3 von 5 Preise gingen an die HTW Berlin!

 

Unter Strom

gepostet am 27. Sep, 2017

Ihr braucht einen guten Start in die kommende Woche?

Am 1.10. findet die BA Ausstellung und die aed Neuland Ausstellungseröffnung statt. Das Fest der Mobilität – Boxenstopp bietet viel auch am Abend die Illumination des Peter Behrens Hauses.

Wir freuen uns auf euch!

 

Schaut auch gerne mal bei uns auf Instagram vorbei:

https://www.instagram.com/industrialdesign_htw/

Das war die Werkschau 2017

gepostet am 1. Aug, 2017

Kaum ist sie da, ist sie auch schon wieder vorbei. Das war die Werkschau 2017. Vielen Dank an alle die vorbeigekommen sind und natürlich auch an die vielen fleißigen Helfer. Es waren wieder viele tolle Projekte zu sehen und wir sind gespannt aufs nächste Jahr.

Hier ein paar Eindrücke. Schaut auch mal bei uns auf Instagram vorbei: https://www.instagram.com/industrialdesign_htw/

 

 

Photos: Paul Rich, Mathis Liste

 

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Praktikums Präsentationen

gepostet am 28. Jul, 2017

Auch dieses Jahr präsentieren unsere Studenten wieder Ihre Erfahrungen aus dem Praxissemester. Schaut vorbei und lasst euch inspirieren. Heute und Morgen, direkt im Kopfbau, links neben dem Haupteingang. Wir freuen uns auf euch!

 

Photo: Paul Rich

Die Vorbereitungen laufen

gepostet am 26. Jul, 2017

Nicht vergessen! Dieses Wochenende, am 28. und 29.07,  ist die Werkschau des Fachbereiches 5 der HTW Berlin. Das ganze findet wie immer auf dem Campus Wilhelminenhof, in Schöneweide statt. Ab 13 Uhr gehts los. Wir freuen uns auf euch!

 

 

Photo: Steven Kulicke