Markus Erlando über sein Auslandssemester an der QUT in Brisbane

gepostet am 30. Mai, 2017

Industrial Design an der Queensland University of Technologie in Brisbane, Australia.
Seit meiner Kindheit war es immer ein Traum von mir eines Tages nach Australien zu reisen. Darum war ich sehr dankbar das es mir ermöglicht wurde mein Wintersemester 2016/2017 in Brisbane an der QUT zu absolvieren.

Die Bewerbung: Da es sich um keinen Partnerstudiengang meines Fachbereichs handelt, wurde die anfängliche Freude zunächst durch einen kleinen Papierkrieg mit den beiden Hochschulen sowie dem Bafög amt bezüglich einer Unterstützung bei z.B. den Studiengebühren getrübt. Das International Office der HTW war hier stets zur Stelle und eine sehr große Unterstützung!

Ankunft: Die QUT selbst trumpfte von Anfang an mit Ihrer Erfahrung mit internationalen Studenten sowie Austausch Studenten. Die Ankunft in Brisbane, Wohnungssuche, Beschaffung von Dokumenten und sonstige organisatorische Details waren durch die einfache Tatsache „vor Ort“ zu sein unglaublich vereinfacht.

Der Campus und das Campus Leben: Die QUT liegt im Herzen der 2mio Stadt Brisbane welche die dritt größte Stadt Australiens ist. Auf einer Landzunge, umrandet von dem Brisbane River geht der „Stadt-Campus“ nahtlos in den Botanischen Garten über. Insgesamt besteht gehören zur QUT 3 Standorte. In der Orientierungswoche wurden mehrere Organisationen, Vereine oder freiwillige Clubs vorgestellt welche verschiedene Interessen vertretenen. Von Naturwissenschaftlichen Forschungsgruppen über Sportvereine bis hin zum Pubcruwl Club bietet die QUT ihren Studierenden eine Bandbreite auch neben dem Studium schnell viele Kontakte zu knüpfen und Australien und ihre Menschen kennen zu lernen.

Das Studium: Das Studium ist durchdacht und die Universität lässt mit Ihrer Ausstattung keine wünsche offen. Dennoch fiel der Einstieg zunächst schwer da es doch sehr unterschiedlich gehandhabt wird als in Europe. Klassen bestanden teilweise aus 50 Studenten (teilweise auch ziemlich Jung mit gerade einmal 18 Jahren), einem Professor und seinen 4 Dozenten. Das selbstständige und kreative Arbeiten wurde für die älteren Semester aufgehoben, da ich im Austauschprogramm aber nur Kurse des unteren Semesters belegen durften war es schwierig an einigen Kursen Interesse zu entwickeln.

Fazit: Die QUT selbst ist eine moderne Universität welche Ihren Studenten viele Möglichkeiten bietet. Meiner Meinung nach weicht das Industrial Design Studium aber grundlegend von dem der HTW Berlin ab, was dazu führte das ich außerhalb der QUT unglaublich viel gesehen, gelernt und erlebt habe.

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Max Laß über sein Auslandssemester an der QUT in Brisbane

gepostet am 30. Mai, 2017

Markus und ich, Max, beide Studenten des Bereichs Industrial Design, machten unser Auslandssemester an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien.

Der Campus der Universität liegt im Herzen der Stadt – ganz anders als in Berlin laufen dort Tiere rum, die man bei uns wahrscheinlich nur im Zoo sieht.
Die Vorlesungen an der QUT sind je nach Kurs ähnlich bis hin zu sehr unterscheidlich zu Kursen an der HTW. Unser Hauptprojekt, in dem wir ein neues, innovatives System für öffentliche Verkehrsmittel in Brisbane und Umgebung  in Kooperation mit Bombardier entwerfen sollten, bestand aus einer endlsoen Recherche, die uns wochenlang an unsere Laptops fesselte. Es wurde alles streng nach einem geplanten Stundenplan abgearbeitet. Am Ende des Semesters hatten wir ungefähr eine Woche Zeit, aus den Ergebnissen unserer Recherche ein Produkt zu entwickeln, dass an der HTW in Sachen Ausarbeitung maximal für eine Zwischenpräsentatio

n gereicht hätte – den Austaliern hat‘s trotzdem gut gefallen! Darüber hinaus besuchten wir noch einen Kurs, in dem wir analoge und digitale Visualisierung vertieften, dieser hat wirklich viel Spaß gemacht. Die Lehrenden dieses Kurses wussten wirklich, wovon sie reden und konnten ihren Studenten in kurzen Zeit eine Menge beibringen. Der dritte Kurs, an dem wir teilnahmen, zielte auf die Gestaltung von Produkten in bestimmten Szenarien ab. Hier

war es eine Aufgabe, eine Toilette aus Pappe anzufertigen, die ohne Verwendung von Hilfsmitteln wie beispielsweise Klebe ein Gewicht von 100 Kilogramm hält. Das Szenario war hierbei frei wählbar, sodass ich eine faltbare Toilette gestaltete, die man beim Campen schnell aufstellen und nach Gebrauch gut verstauen kann.
Grob kann man sagen, dass der Arbeitsaufwand sich über das ganze Semester in Grenzen hielt, wenn man nicht all zu oft am Strand das gute Wetter genießt und sich auch mal wirklich hinsetzt und arbeitet, wird man seine Kurse schon erfolgreich abschließen. Es bleibt sogar Zeit zum Arbeiten, wer sich also nebenbei noch etwas dazu verdienen möchte, kann das machen – es ist sogar ziemlich einfach, dort einen Job zu finden!
Neben der Uni hatten wir, abgesehen vom Ende des Semesters, eine Menge Freizeit, sodass wir viel Zeit hatten, uns unterschiedliche Orte Australiens anzusehen, teilweise konnten wir sogar vor der Uni zum Strand fahren und den ganzen Vormittag surfen – wie cool ist das denn?!
Aufgrund der Tatsache, dass Markus und ich in einem großen Haus mit 26 Studenten aus elf unterscheidlichen Ländern zusammenlebten, nehmen wir beide Freunde aus aller Welt, sehr gute Englisch-Kenntnisse und einzigartige Partys mit!

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Claudius Lotz über das Exchangesemester an der Høgskolen i Oslo og Akershus

gepostet am 17. Jun, 2016

 

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Ankunft

Nach dem nicht mal zwei Stunden dauernden Flug von Berlin Schönefeld nach Oslo Gardemoen kamen wir drei HTW‘ler (Paulina, Annina und ich) am schönen Flughafen in Norwegen, nicht weit von Oslo City entfernt, an.

Nach kurzer Orientierung nahmen wir den Schnellzug zu dem ca. 15min entfernten Hauptbahnhof, Oslo Sentralstasjon und liefen von dort, unwissend wie anstrengend es wirklich mit Gepäck werden würde, erst einmal querfeldein in Richtung der ersten SiO Studentenunterkunft. Dank der Empfehlung von unserer ehemaligen Norwegischen Austauschstudentin Anja zogen wir es vor, nicht am abseits liegenden Studentenwohnheim in Åråsen, sondern in Citynähe zu wohnen.

Da wir bereits ein paar Tage vor Studienbeginn in unser Austauschland gereist sind, hatten wir genügend Zeit uns bei herrlichem Sonnenwetter die Stadt und alles was so in den ersten Tagen nötig ist auf eigene Faust zu erkunden und zu erledigen.

Hierbei ließ sich schnell feststellen, dass die Innenstadt mit ihren Gebäuden und kleineren urbanen Accessoires und Skulpturen durchaus einen Sinn für Design und Geschmack beherbergt.

Am Montag den 10.08.2015 sollte es dann also losgehen. Die erste Einführungsveranstaltung fand in Oslo am Hauptcampus der HiOA statt. Dort sahen wir eine ganze Menge neuer Gesichter aus den anderen Studiengängen und zum ersten Mal auch unsere internationalen Mitstudierenden und unsere zwei „Fadders“ aus dem 2

 

. Jahrgang (Maggie und Jules), die uns die ersten zwei Einführungswochen an die Hand nehmen würden.

Nach kurzem Anschnuppern ging es in gesprächiger Stimmung in Richtung Kjeller. Dem Ort, Nahe Lillestrøm, wo das Product Design Department (PDD) auf dem zweiten der drei Campi der HiOA angesiedelt ist. In der Eingangshalle des modernen Unigebäudes wurden wir von Vibeke und Steen, zwei uns bereits bekannten Gesichtern des PD-Departments, in Empfang genommen, anschließend nach Bachelor und Master aufgeteilt und

zu dem Vorlesungsraum gebracht, in dem wir unsere Kommilitonen des 3. Jahrgangs das erste Mal antrafen.

Unwissend, was uns erwartet, ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde gleich in die Vollen, da am ersten Tag direkt die Projekte für die kommenden Wochen gewählt wurden und sich die entsprechenden Teams zusammenfinden. Insgesamt gab es während des gesamten Semesters zwei Hauptprojekte (Product Design Specialization und Dynamic Project Leadership) welche mit zusätzlichen Abgaben, Vorlesungen und Wahl-Workshops gespickt wurden, wie sich im Laufe des Semesters herausstellte.

Maggi und Jules waren im Laufe der zwei ersten Einführungswochen sowohl tagsüber in der Uni als auch nachmittags und abends für uns da, wenn der Tagesplan alle möglichen Kennenlern-Events für uns Internationals und die neuen Norwegischen Erstsemester vorsah.

Auch wenn die Tage dadurch häufig sehr lang, nicht nüchtern und etwas schlaflos ausfielen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, an den Events die nach der Uni stattfanden teilzunehmen und so schnell Kontakt zu den Norwegern zu schließen

Zum Campus

Die Uni in Kjeller ist, wie bereits erwähnt, zwar etwas ab vom Schuss aber dafür ein sehr moderner Campus und besonders das PDD hat mir mit seiner Aufteilung und den Arbeitsräumlichkeiten sehr gut gefallen. Im Erdgeschoss befinden sich die Werkstätten.

Voneinander abgetrennt eine Holz-, Metall-, Keramik- und eine offene Werkstatt, welche bestens ausgestattet sind. Das CAD-Lab mit 3D-Drucker und Lasercutter befindet sich neben dem Fotostudio im Keller. Im 1.OG siedeln sich alle drei

BA-Jahrgänge an (wie viel

leicht schon

aufgefallen ist, spricht man dort in Jahrgängen, nicht in Semestern) welche, wenn auch voneinander getrennt, offen und untereinander gut zugänglich sind.

Im 2.OG verstecken sich die Masterstudierenden, mit denen wir relativ wenig zu tun hatten, sowie die freien Computerarbeitsplätze und der allseits beliebte Plotter über den eine Menge für die Projekte gedruckt w

urde.

Insgesamt ist die Hochschule an wirklich allen Ecken gut ausgestattet und man hat immer genügend Ansprechpartner, sowohl auf lehrender als auch auf studierender Seite, zur Verfügung. Die allgemeinen Öffnungszeiten waren leider nur bis um 22:00h, dafür tendieren die Norweger aber grundsätzlich dazu früh anzufangen, was hin- und wieder für „Spaß“ gesorgt hat…

Nach einer einwöchigen Einweisung in alle drei Werkstattbereiche, wurde in Form eines ausgefüllten Berichtheftes und ein paar Werkstücken geprüft, ob wir selbstständig in den Werkstätten arbeiten können. Besonders interessant, vor allem für mein erstes Projekt, war die Metallwerkstatt, in der besonders das Schutzgasschweißen häufig Verwendung fand und einfach ganz neue Möglichkeiten des funktionalen Prototypenbaus ermöglicht hat.

Die Semesterprojekte

Mein erstes, dreimonatiges Semesterprojekt befasste sich mit dem Thema Walking Aid – der Verbesserung oder Entwicklung eines Laufhilfsmittels für körperlich eingeschränkte Personen.

Als weitere Wahlmöglichkeiten standen das Design eines funktionellen Couchtischs, der sich in Höhe und Breite variieren lässt, sowie die Weiterentwicklung von bereits angefangen Projekten aus dem vorherigen Semester, wie z.B. einer Babykrippe zur Auswahl.

Die Teams bildeten jeweils einen eigenen Workspace, indem Tische und Pinnwände zusammen gerückt und die ersten Timelines und Research-Fragen ausgedruckt und an die Wände gehängt wurden.

Beneidenswerter Weise konnten die Arbeitsplätze am Ende eines Tages so im Prozess zurück gelassen werden, wie sie waren, da keine PD-fremden Personen in die Etagen kamen und insgesamt ein hohes Maß an gegen

seitigem Vertrauen und Ehrlichkeit innerhalb des PD-Departments herrschte – sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.

Im Laufe dieser drei Monate dienten die Teilnahme an Vorlesungen und die Zwischenabgaben von Skizzen, schriftlichen Projektzielsetzungen, Moodboards, 3D-Abgaben, kleinen Vormodellen und weiteren Einreichungen als Milestones und als Bewertungsgrundlage für die Endnote.

Im zweiten Projekt ging es im Kern darum, mit drei weiteren Kommilitonen des 3. Jahrgangs die Führung eines kleinen Designteams zu übernehmen, welches aus Studenten des 1. und des 2. Jahrgangs besteht und für die gemeinsame Realisierung eines Designauftrags zu sorgen.

In einem einwöchigen Einführungskurs bekamen wir von einem externen Lehrenden praxisnahe Tipps und eine Einweisung zu den bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Wochen.

Als Kooperationspartner war unser Team in Kontakt mit einer Firma getreten, die ein neues Design für eine Mülltonnen-Verkleidung suchten, welche von Menschen mit Behinderung, bzw. wieder in die

Arbeitswelt einzugliedernden Erwachsenen hergestellt werden soll.

Die Schwierigkeit hierbei lag darin ein interessantes Design mit den Produktionsvoraussetzungen der Firma zu vereinen und dass am Ende der kurzen, vierwöchigen Phase ein produktionsfähiges Design präsentiert werden konnte.

Dieses Projekt war durchaus sehr stressig, da es eine komplett neue Aufgabe ist, sich neben dem Design (was für einen selbst häufig zu kurz kommt) vor allem auf die organisatorischen Projektmanagementaspekte zu konzentrieren. Neben einer abschließenden Präsentation beim Kunden, mussten wir Teamleader eine Präsentation zu unserem Projektmanagement halten und eine schriftliche sowie fotografische Dokumentation dazu hochladen.

Freizeitgestaltung

Neben dem zeitintensiven Studium, haben wir dennoch die eine oder andere Möglichkeit wahrgenommen das Land und die wunderschöne Landschaft von Norwegen zu erkunden. Angefangen mit einem Wochenendtrip zu der Hütte eines Norwegischen Kommilitonen, wo wir neben Musik am Lagerfeuer in einem Tipi auf Tierfellen schliefen, über eine wunderbare Wanderung zum Touristen-Must-See der „Troll Tunga“ bis hin zu einer tollen Abschlussreise zu der Inselkette den Lofoten.

Es gab noch wesentlich mehr Möglichkeiten, weitere Teile des Landes zu sehen und noch mehr Freizeitaktivitäten zu unternehmen aber im Großen und Ganzen ist es für mich ein guter Kompromiss aus einem vernünftigen Studium und einem tollen Urlaub geworden.

So wie bei jeder tollen Klassenfahrt, war es auch bei diesem Auslandssemester der Fall, dass man sich zum Ende einer solchen Zeit immer am besten mit allen versteht. Der Unterschied liegt darin, dass man viele der gerade begonnen Freundschaften erst mal nicht wiedersieht, da jeder in sein Heimatland zurück fliegt. Aber nun hat man noch mehr Gründe die Welt zu bereisen.

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My year in London

gepostet am 8. Jul, 2015

Unser Kommilitone Nico Tanfal hat den mutigen Schritt gewagt und sich für ein Jahr nach London aufgemacht. Wir freuen uns über eine so positive und sprudelnde Nachricht von der Themse.

„I have been living in LNDN for eight months. It is so exciting to wake up and realise that I am in LNDN. The metropolis thrives from the different nationalities, cultures, and religions. They are the golden key of this city. For the time I have been here I have found amazing friends. These people make my life much more interesting. I feel inspired and am exploring new ideas. I am constantly in a rush of intense workweeks followed by crazy weekends. The top priority is to enjoy the time to left in October. My daily work is fulfilling, especially with new knowledge such as learning how to work in lean production and how to use CNC machinery. In my practice orientation work I could improve a lot of skills and my way of doing things will only get better. It is not possible to describe LNDN in only a few words. The only realistic way to share my perceptions and experiences with you guys will be in our next semester at HTW.

Meanwhile I plan to make the most of the time I have left here.“

Bild: Nico Tanfal

Ein feierlicher Abschluss – Convocation am NID

gepostet am 9. Dez, 2014

Als glänzenden Abschluss unserer Reise durften wir Teil der jährlichen Convocation, der Zeugnisvergabe der Bachelor- und Masterstudenten sein. In einer wunderschönen feierlicher Atmosphäre vergab der Präsident des NID, Professor Pradyumna Vyas, Anand Mahindra,
Chairman sowie Vijai Singh KatiyarActivity Chairperson nach  inhaltlich eindruckvollen Worten, die Urkunden.

Wochenlang wird der Campus vorbereitet, jeder Stein gesäubert, gestrichen, Ausstellungen aufgebaut. Jeder Studiengang präsentierte sich mit Projekten des vergangenen Jahres. Natürlich gab es auch die Arbeiten der Absolventen zu bewundern. Auch ein paar unserer Objekte wurden ausgestellt, darunter ein Kinderschaukelpferd mit grünem Sitzbezug, welches auf dem Wasser zu schweben schien.

Alle Graduierten und Lehrende tragen zu diesem Anlass  eine farblich abgestimmte Kleidung. Besonders faszinierend waren die Roben, Saris und Kurtas, Bindis, Tücher und Farben wohin man auch sah. Ein würdevolles Bild, ein würdevoller Abschluss des Studiums.  Ein letzter sichtlicher Unterschied, zwischen Deutschen und Indern, es gibt so schöne Alternativen zu schwarzen Anzügen und überschminkten jungen Frauen in zu kurzen Röcken!

Nach einem letzten Dinner mit unseren indischen Kommilitonen und neuen Freunden hieß es dann schon wieder Abschied nehmen.

Wir möchten an dieser Stelle dem DAAD, dem Direktor des NID, Pradyumna Vyas, Prof. Solanki sowie unseren ProfessorInnen Birgit Weller, Katrin Hinz und Jan Vietze danken, die dieses Projekt inhaltlich und finanziell gefördert und möglich gemacht haben. Wir haben eine uns fremde Kultur, unsere faszinierende Partnerhochschule – das National Institut of Design – kennenlernen, neue Erfahrungen mit einem wunderbaren Material sammeln können und neue indische Freunde gefunden.

Good Bye Incredible India – bis zum nächsten Mal!

Bilder: Marten Jahn

Zwischen wilden Löwen und Wassertreppen

gepostet am 7. Dez, 2014

Um nicht nur das harte Studentenleben am NID, sondern auch ein wenig Kultur und wildes Indien kennen zu lernen, fuhren wir Freitag Nacht in Richtung Arabisches Meer in den Gir National Park. Nach zehnstündiger Busfahrt (für 300 Kilometer) und einem kleinen Frühstück besuchten wir den Tempel Somnath, den heiligsten der zwölf Schreine des Gottes Shiva.
Während einer  Nachtwanderung in freier Wildnis zeigten uns die Guides abgefressene Kadaver und inszenierten für uns eine spannende Tour durch den Nationalpark. Uns und auch den Guides fiel es schwer, das Lachen zu unterdrücken und den Ausflug ernsthaft zu bestreiten.
Der Gir National Park ist derzeit der einzige Ort, wo in Indien noch ca. 400 Löwen  (ja, Löwen, keine Tiger) leben. Um einen weiteren kleinen Einblick in die Natur Indiens zu bekommen, machten wir eine Safari durch einen kleinen touristisch zugänglichen Teil des Gir National Parks, um freilebende Löwen zu sehen. Und es gelang unserem Guide sogar, sie uns aus der Ferne zu zeigen. OK: neben uns starrten noch zehn andere Jeeps voll mit gaffenden Touristen auf die vier braunen Flecken, die sich als müde, alte Löwen enttarnten. Eindruckvoll war die karge Landschaft sowie die vielen anderen Tiere, wie Antilopen, Eulen, Affen, Rotwild, unzählige Vogelarten und vieles mehr.
Als Abschluss unseres Wochenendes besuchten wir den Treppenbrunnen Adalaj aus dem elften Jahrhundert, welcher nicht nur durch seine Funktionalität, sondern auch besondere Ausarbeitung und Schönheit besticht.

Bilder: Kay Kazemi, Marten Jahn

NID International Bamboo Workshop 2014 — Tag 6

gepostet am 6. Dez, 2014

„IT’S THE FINAL COUNTDOWN“, um frei nach EUROPE zu zitieren.

Willkommen zum Präsentationstag! Ein bunter Mix aus letzten Anstrichen, finalem Schleifen und dem Aufbau der Präsentation, die unsere Professoren Katrin Hinz, Birgit Weller und Jan Vietze gestalteten. Wir haben die große Ehre im wunderschönen ‚Aquarium‘ ausstellen zu dürfen, einem von allen Seiten verglasten Raum mit Ausblick ins Grüne. So einen Raum wünschte ich mir auf den Wilhelminenhofcampus! Als wir uns die Resultate dieser fünfeinhalb Tage ansahen wurde uns staunend bewusst, wieviel wir in so kurzer Zeit gestaltet hatten.

Von indischer Seite wurde der Zugang aufwendig mit frischen Blumen geschmückt.

Nach einem kleinen Snack im BMW (Behind the Metall Workshop 😉 trugen wir unsere einheitlichen, extra gefertigten BAMBOO-WORKSHOP-SHIRTS und versammelten uns zur Präsentation unserer Ergebnisse. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde die Ausstellung vom Direktor eröffnet. Wir waren erstaunt, wieviele Lehrende und Gäste Interesse an unseren Arbeiten zeigen. Das Feedback war großartig!

Die herausragende Vorbereitung des Workshop, die Arbeitsbedingen, die Unterstützung duch die Craftmen, das Wohnen auf dem Campus, die intensive Betreuung und täglich nur wenige Stunden zum Essen und Schlafen hatte sich gelohnt.

Bilder: Kay Kazemi, Marten Jahn, Birgit Weller

NID International Bamboo Workshop 2014 — Tag 5

gepostet am 5. Dez, 2014

Es ist Donnerstag und das wilde Treiben im Workshop wird bei nahender Präsentation noch wilder. Uns – 25 indischen und deutschen Studierenden – stehen seit Workshopbeginn für die Realisierung unserer Ideen und Entwürfe drei Craftsmen zur Seite. Zwei Craftsmen sind extra für uns aus Ostindien angereist!  Die erfahrenen Handwerker spalten, biegen, schneiden und verformen den Bambus spielend. Für uns ist die Situation doch sehr ungewohnt, Entwürfe zu zeichnen und dann bauen zu lassen. Auf diese Weise können aber auch größere Objekt, wie Stühle oder Kinderschaukeln entstehen. Für uns ist es jedoch teilweise einfacher unsere Ideen selbst zu bauen – die Sprachbarriere wird hier doch deutlich spürbar. Bambus ist außerdem so ein tolles Material, dass wir es genießen es selbst zu bearbeiten.
Auch die Presse begleitete uns heute erneut, machte eifrig Fotos und interviewte Teilnehmer. Wir sind beeindruckt, welche mediale Präsenz und Wichtigkeit das NID hat.

Parallel zu unseren Projekten arbeiten wir an einer Dokumentation über das Projekt. Ohne die fantastische Unterstützung des Direktors Pradyumna Vyas hätten wir nicht diese Möglichkeiten. Wir waren froh, dass er uns bei seinem engen Zeitpan zu einem Interview bereit war 🙂

 

Bilder: Kay Kazemi und Birgit Weller

NID International Bamboo Workshop 2014 — Tag 4

gepostet am 4. Dez, 2014

 

Studio Interior Design, Ahmedabad, 23:01 (Berlin 18:31)

Anna lacht, ›Was war denn krass heute?‹, sie lacht weiter, ›Wir haben heute eine extrovertiert schöne Wasser-Regen-Rassel‹, Peter: ›Regenmacher‹, A: ›gebaut, innerhalb von 1,5 Stunden, dass fand ich schon gut. Wir haben den Indern Spiced Cookies serviert‹, P: ›Gewürz Spekulatius‹, A: ›kam gut an, weil es indisch schmeckt‹, P: ›Zimt …‹

— A: ›Gehts das jetzt so weiter?‹

Den vierten Tag, den dritten des Workshops, haben wir natürlich mit der Detaillierung unserer Bambusprodukte verbracht. Es ist ein tolles Material – einfach zu Biegen und trotzdem extrem stabil. Die Materialspannung führt zu einer eigenen Formensprache des Bambus und bietet viele Möglichkeiten. Die kreisförmigen Querschnitte, die Strukturen und die glatte Oberfläche inspirieren und verführen zu vielen Varianten. Die Professoren machen Druck: Freitag wird eine Präsentaion vor größerem Publikum und Presse stattfinden. Trotz Vornamen und freundlichstem Umgang zwischen Studierenden und Professoren ist Pravinsinh die absolute Autorität, mit sanftem Lächeln, schafft er es, Entwürfe zu kritisieren und mit stets freundlichem Ton den Zeitdruck hervorzuheben.

Das Ziel des Projektes, Produkte zu gestalten, die im NIDUS Shop verkauft werden können, ist anspruchsvoll. Der NIDUS Shop ist hier auch kurz zu erwähnen: Direkt am NID ist dies ein Shop indem Produkte von Studierenden und Absolventen verkauft werden. So eine Möglichkeit wäre auch für uns in Berlin wünschenswert.

Interessant ist natürlich der Austausch mit unseren indischen Kommilitonen: Studium, Leben, Gestaltung, Familie, Zukunftplanungen – es gibt viel zu besprechen.

A: ›Dann gehen wir aber jetzt auch mal!‹ und klatscht die Flache Hand auf den Tisch. Ich mag Anna. Gute Nacht Deutschland (Mittlerweile ist es 23:34, hier dauert alles irgendwie ein bisschen länger)!

 

Bilder: Marten Jahn und Birgit Weller

NID International Bamboo Workshop 2014 — Tag 3

gepostet am 2. Dez, 2014

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Und natürlich haben wir es uns nicht entgehen lassen, den Abend auf unserer Dachterasse mit indischer Unterstützung ausklingen zu lassen. Vielleicht ein bisschen zu lang, und zu laut  — Prof. Katrin ermahnte uns, man hörte die Gruppe wohl auf den ganzen Campus.

09:30 — Methodik made in Germany: Kommilitone Danny hat zur Themenfindung einen Kreativ-Workshop gehalten in dem es darum ging, möglichst schnell auf eine große Menge an Ideen zu kommen, heraus zu arbeiten und dann aus diesen das passende Produkt zu generieren

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16:00 — Elf Uhr Dreißig: Wahrscheinlich werden wir noch ein paar Tage brauchen um uns an die Zeitverschiebung zu gewöhnen und dann gehts auch schon zurück. Die Stimmung in der Werkstatt ist entspannt. Prof. Katrin und Prof. Birgit entwerfen gemeinsam Schmuck, immer mal wieder gibts Tee oder eine entspannte Runde über den Campus. Um 18:00 gehts in die zweite Runde des Kurzfilm-Screenings und mit Sicherheit werden wir auch nach dem Abendessen noch eine Runde arbeiten.

21:00 – Kurzer Stadtbummel: Nach dem Abendessen in der Mensa entschlossen sich ein paar von uns noch zu einem kurzen Stadtbummel zum nahe liegenden Supermarkt. Zwar war der nur knapp ein Kilometer entfernt, doch war der Weg deswegen nicht weniger aufregend. Straßenverkehr in Indien ist für den gemeinen Europäer eine Mischung aus Impressionsflut und Glück. Das Highlight war das Petro-Leum an dem wir vorbeikamen, so schöne Verleser passieren nur auf Reisen.

 

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Fortsetzung folgt …