Abschlussarbeiten unserer Studierenden | Thema: Katastrophenfall

gepostet am 24. Jun, 2020

Zwei unserer Industrial Design Studentinnen haben sich ich ihren Bachelor Arbeiten mit dem der Bewältigung von Katastrophenfällen beschäftigt.

Lena Jacobi entwarf ein Konzept für den Umgang mit Verstorbenen:

Letzter Abschied – zwischen kulturellen Ritualen und hygienischen Restriktionen im Katastrophenfall. In Katastrophenszenarien geht es vorrangig um die Rettung von Menschenleben. Ein Thema, das bei der Planung und Durchführung von Hilfseinsätzen nicht viel Beachtung erfährt, ist der ­Umgang mit ­Verstorbenen. Würde und Pietät haben bei diesen herausfordernden Szenarien einen geringen Stellenwert. Trauerarbeit und die Bedürfnisse Hinterbliebener finden selten Beachtung. Anstelle von Zeremonien erfolgt eine Entsorgung. Die genutzten Leichensäcke entsprechen überdimensionierten Müllbeuteln. Dies führt nicht nur zu unnötigen Konflikten zwischen Helfern und der betroffenen Bevölkerung, sondern der fehlende, letzte Abschied stört, kulturübergreifend, den Trauerprozess von ­Angehörigen massiv. Diese Arbeit befasst sich mit dem gesamten Ablauf der Bestattung auch unter widrigsten Bedingungen im Katastrophenfall wie z.B. einer Epidemie mit hochinfektiösen Krankheiten unter Beachtung kultureller, sozialer, hygienischer und ökologischer Gesichtspunkte. Entstanden ist ein umfassendes Konzept für eine pietätvolle Abschiednahme im Katastrophenfall.

 

 

Betreut durch Sebastian Feucht & Prof. Pelin Celik.

 

 

 

Nadja Skorov fokussierte sich auf persönliche Schutzausrüstung im Pandemie- und Epidemiefall:

Nadja Skorov beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Infektionsschutz bei Endemien, Epidemien und Pandemien“ mit dem Fokus auf persönliche Schutzausrüstung, kurz PSA. Es wurde ein  PSA (persönliche Schutzausrüstung) -Set, bestehend aus einem Overall, einer bündig daran anschließenden Gesichtsvollschutzmaske und einer Kühlweste, entwickelt. Im Hinblick auf PSA und den Umgang damit gibt es eine Vielzahl an Problemen, wie beispielsweise Fehler beim An- und Ablegen, die Passform, das Klima im Anzug, also die Temperatur und die fehlende Atmungsaktivität der verwendeten Materialien.  Mittels dieses Konzepts werden gleichzeitig viele dieser Probleme gelöst und vollständiger Schutz und ein optimiertes Klima geboten. Außerdem lassen sich die einzelnen Bestandteile auch separat voneinander verwenden. Besonders wichtig ist dies, wenn man Lieferengpässe berücksichtigt. Alle Teile verfügen über ein optimiertes Schnittmuster und sind meist Meterware, sodass ein optimaler Materialverbrauch gewährleistet und gleichzeitig Transport- und Lagerkosten minimiert werden können.

 

 

Betreut durch Pelin Celik  & Prof. Sebastian Feucht.