Preise für Industrial-Design-Projekte

gepostet am 16. Okt, 2019

Die Nachwuchsdesigner_innen wurden im Wettbewerb „Mensch und Technik“ vom VDI prämiert.

Den 4. Platz für die smarte Pillendose „Pillbuddy“ und den 3. Preis für die Alltagshilfe „Prothese 2.0“: Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) Berlin-Brandenburg hat zum sechsten Mal den Wettbewerb „Mensch und Technik“ veranstaltet. Bei der Preisverleihung wurden gleich zwei Studierendenprojekte ausgezeichnet, die im Bachelor-Studiengang Industrial Design der HTW Berlin entstanden sind. Der Preis richtete sich an Studierende sowie Absolvent_innen von Berliner und Brandenburger Hochschulen, deren Projekt- und Abschlussarbeiten einen Bezug zu dem Themengebiet „Mensch und Technik“ aufweisen.

Der „Pillbuddy“ von Milan Bergheim, Anne Bansen und Tillmann Kayser erleichtert Patient_innen die Pilleneinnahme – vor allem, wenn diese mehrere Medikamente am Tag einnehmen müssen. Das System besteht aus Fächern für die Tabletten und einem intelligenten Aufsatz zur Abdeckung. Beim Befüllen hilft die vernetzte „Homestation“, die mit leuchtenden Fächern genau anzeigt, welche Tabletten in welches Fach gelegt werden müssen. Wenn es Zeit für die Einnahme ist, vibriert und leuchtet die Abdeckung. Die smarte Pillendose entstand im Rahmen eines Semesterprojektes bei Konrad Isler.

 

Die intelligente „Prothese 2.0“ hat Lucas Balcilar im Rahmen seiner Bachelorarbeit bei Prof. Pelin Celik entwickelt. Die Unterarmprothese soll Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Alltag helfen und nutzt dabei intelligente Technologien sowie aktuelle Forschungsergebnisse. Im Gegensatz zu konventionellen elektrischen Prothesen ist die Steuerung der Prothese 2.0 intuitiver. Wenn die Trägerin oder der Träger ein Objekt greifen möchte, analysiert eine Kamera im Handgelenk die Form des Objektes und die Prothese errechnet den optimalen Griff. Der Mensch muss der Prothese daher nur das Signal geben, dass etwas gehoben werden soll, und nicht – wie bislang üblich – den Griff auswählen, indem verschiedene Muskeln aktiviert werden. Darüber hinaus gibt die Prothese sensorischen Feedback, sodass Nutzer_innen das Gefühl haben, sie können eine Bewegung spüren.

 

Gratulation an unsere erfolgreichen Industrial Designer!